Feb 25

Häufig verwendete diagnostische Instrumente im Überblick 

Um eine gezielte Behandlung durchführen zu können, ist es unerlässlich, eine exakte Diagnose zu stellen. Für die Diagnosestellung stehen dem Arzt eine Reihe diagnostischer Instrumente zur Verfügung, die ihm die Untersuchung erleichtern bzw. erst ermöglichen. Prinzipiell hat jede Fachrichtung ihre eigenen diagnostischen Instrumente, allerdings gibt es auch diagnostische Instrumente, die fachgruppenübergreifend eingesetzt werden können. In der nachfolgenden Übersicht sind die wichtigsten diagnostischen Instrumente und ihre Verwendungsmöglichkeiten aufgelistet. 

 

Das Stethoskop

StethoskopNicht nur in der Allgemeinmedizin, sondern auch in der inneren Medizin, der Kardiologie und der Pädiatrie kommt das Stethoskop zur Anwendung. Ein Stethoskop ist ein Instrument, das zur Auskultation von Körpergeräuschen verwendet wird. Es wird z.B. eingesetzt um Herztöne abzuhören oder auf manuelle Weise den Blutdruck zu messen. Man unterscheidet akustische und elektronische Stethoskope. Die meisten Ärzte verwenden das klassische akustische Stethoskop, nur für die Auskultation unter schwierigen Bedingungen empfiehlt sich die Verwendung eines elektronischen Stethoskops, da dieses Instrument in der Lage ist, den Schall zu verstärken. Stethoskope sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich im Aufbau des Bruststücks, der Länge des Schlauchs und der Qualität des verwendeten Materials unterscheiden. Besonders bliebt sind Stethoskope mit farbigen Schläuchen.

Das Otoskop

OtoskopMit einem Otoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ist die Untersuchung des äußeren Gehörgangs bis hin zum Trommelfell möglich. Otoskope sind nicht nur in der HNO zu finden, sondern werden auch von Allgemeinmedizinern und Kinderärzten gerne verwendet. Um den Gehörgang gut untersuchen zu können, ist das Otoskop mit einer Lichtquelle ausgestattet. Besonders bequem ist die Untersuchung mit einem elektronischen Otoskop, das die Bilder der Otoskpie an einen Computer überträgt, so dass der Arzt sich die Bilder zusammen mit dem Patienten auf dem Bildschirm anschauen kann. Diese Möglichkeit der Untersuchung erlaubt auch eine hervorragende Dokumentation und einen Vergleich verschiedener Untersuchungen.

Das Fieberthermometer

FieberthermometerFieber ist ein oft zu beobachtendes Symptom bei verschiedenen Erkrankungen. Deswegen gehört die Fiebermessung mit einem Fieberthermometer zu den häufigst durchgeführten Untersuchungen. Fieberthermometer sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Neben den einfachen Quecksilber-Fieberthermometern gibt es auch elektronische Fieberthermometer, die die Körpertemperatur mit Hilfe einer Sonde bestimmen. Für die Verwendung im Krankenhaus oder im Rettungsdienst gibt es sogar Einmal-Fieberthermometer, die auf die Stirn des Patienten aufgebracht und nach der Verwendung entsorgt werden.

Der Reflexhammer

ReflexhammerMit einem Reflexhammer lässt sich testen, ob die Reflexbögen funktionieren, d.h. ob die verschiedenen Reflexe (wie z.B. Kniesehnenreflex) auslösbar sind. Der Reflextest mit einem Reflexhammer gehört zur neurologischen Standard-Untersuchung. Zusätzlich kann ein Reflexhammer mit weiteren diagnostischen Instrumenten, wie z.B. einem Monofilament, ausgestattet sein. Dadurch können mit einem Reflexhammer weitere neurologische Untersuchungen, wie z.B. die Sensibilitätsprüfung, durchgeführt werden. Auch kann mit einem Reflexhammer anhand des Klopfschalls Rückschluss auf verschiedene Erkrankungen gezogen werden.

Das Dermatoskop

DermatoskopMit einem Dermatoskop kann die Haut hin auf pathologische Veränderungen untersucht werden. Das Dermatoskop ist ein wichtiges diagnostisches Instrument und kommt vor allem beim Hautkrebs-Screening zum Einsatz. Allerdings können mit einem Dermatoskop auch andere Hauterkrankungen, wie z.B. Parasiten, oder Einblutungen untersucht werden. Meist wird das Dermatoskop in Verbindung mit einem speziellen Öl verwendet.

 

Selbstverständlich gibt es eine große Anzahl weiterer diagnostischer Instrumente, wie z.B. das Ophthalmoskop, die Stimmgabel nach Rydel-Seiffer, den Kehlkopfspiegel oder die Diagnostiklampe.

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Mai 19

Einfache und schnelle Augenhintergrunduntersuchung mit dem Ophthalmoskop

OphthalmoskopDie Untersuchung des Augenhintergrundes, auch Augenspiegelung genannt, kann direkt oder indirekt erfolgen. Für die direkte Augenspiegelung wird ein sogenannter Augenspiegel, ein Ophthalmoskop, verwendet. Das Ophthalmoskop besteht aus mehreren Komponenten, die insgesamt dazu beitragen, dem Arzt einen guten und vergrößerten Blick auf den Augenhintergrund des Patienten zu ermöglichen. Ein Ophthalmoskop enthält immer eine Lichtquelle, die so in das Auge einstrahlen muss, dass der Arzt den Augenhintergrund sehen kann, aber selbst nicht geblendet wird. Neben Halogenlampen werden mittlerweile auch häufig LED-Lampen verwendet, da diese die Farbtemperatur bei Dimmung nicht verändern und nur eine sehr geringe Wärmeabstrahlung haben. Da das Ophthalmoskop für die Augenspiegelung zwischen das Auge des Patienten und das des Arztes gebracht werden muss, ist der Untersuchungsabstand sehr gering. Dies empfinden viele Patienten als unangenehm. Ophthalmoskope mit speziellem Aufbau, wie z.B. das PanOptic Ophthalmoskop von Welch Allyn sorgen für einen größeren Untersuchungsabstand und machen die Untersuchung für den Patienten dadurch angenehmer. Durch verschiedene Linsen wird das Bild des Augenhintergrundes für den Arzt vergrößert sichtbar. Oft verfügt ein Ophthalmoskop darüber hinaus auch über Blenden, die für verschiedene Untersuchungen, wie z.B. den Fixationstest oder die Spalt-Ophthalmoskopie, benötigt werden. Außerdem kann das Ophthalmoskop mit einem Rotfrei-Filter versehen sein. Die Untersuchung mit einem Ophthalmoskop ist einfach und für den Patienten schmerzfrei und wird von vielen Augenärzten routinemäßig durchgeführt.

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