Feb 24

Zuverlässige Händedesinfektion auch in Hochrisikobereichen -  mit Sterillium® virugard

Sterillium® virugardDie Händedesinfektion gehört zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen wenn es darum geht, eine Infektionsübertragung durch Kreuzkontamination zu verhindern. Die Keimbelastung der Hände hängt von der ausgeführten Tätigkeit und dem Arbeitsumfeld ab. Eine regelmäßige Händedesinfektion verhindert nicht nur eine Übertragung von Keimen auf Patienten, Flächen und Verbrauchsmaterial, sondern dient selbstverständlich auch dem Selbstschutz. Für die Händedesinfektion stehen verschiedene Händedesinfektionsmittel zur Verfügung, die in der Regel sowohl für die hygienische als auch für die chirurgische Händedesinfektion verwendet werden können.

Der Klassiker unter den Händedesinfektionsmitteln ist die Sterillium® Händedesinfektion von Bode. Mittlerweile ist die Sterillium® Händedesinfektion allerdings in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Für Hochrisikobereiche bietet Bode z.B. Sterillium® virugard. Die Sterillium® virugard Händedesinfektion ist das erste RKI-gelistete, alkoholische Händedesinfektionsmittel mit viruzider Wirkung. Sterillium® virugard weist ein besonders umfassendes Wirkspektrum auf und eignet sich dadurch besonders gut für Arbeitsbereiche mit erhöhter Infektionsgefahr, wie z.B. Infektionsstationen, Dialysestationen oder Rettungseinsätze. Außerdem darf Sterillium® virugard gemäß § 18 IfSG beim Vorliegen meldepflichtiger Erkrankungen oder bei behördlich angeordneten Entseuchungen verwendet werden. Da Sterillium® virugard farbstoff- und parfümfrei ist, kann es auch von Allergikern verwendet werden. Sterillium virugard® ist hautfreundlich und gut verträglich und überzeugt vor allem durch seine kurze Einwirkzeit. Das Händedesinfektionsmittel trocknet schnell und rückstandslos.

Wirkspektrum von Sterillium® virugard

  • Bakterizid (einschl. Listerien und Salmonellen)
  • Levurozid, tuberkulozid (Mycobacterium terrae)
  • Begrenzt viruzid (behüllte Viren)
  • Viruzid (behüllte und unbehüllte Viren)
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Dez 29

Für viele medizinische Untersuchungen und Behandlungen werden Instrumente benötigt, die nach dem Gebrauch allerdings mit Keimen behaftet sein können. Da die erneute Verwendung dieser Instrumente beim nächsten Patienten eine Infektion auslösen könnte, müssen die Instrumente vor der erneuten Verwendung zunächst aufbereitet werden. Die Aufbereitung der Instrumente erfolgt in mehreren Schritten. Welche Schritte bei den einzelnen Instrumenten notwendig sind, hängt davon ab, zu welcher Risikogruppe die Instrumente gezählt werden. So benötigen Instrumente, die nur mit der Haut, nicht aber mit Blut oder sonstigen potentiell infektiösen Materialien in Berührung kommen, keine Sterilisation. Instrumente, die z.B. bei OPs eingesetzt werden, müssen nicht nur gereinigt und desinfiziert, sondern auch sterilisiert werden. Für die Desinfektion von Instrumenten werden die so genannten Instrumentendesinfektionsmittel verwendet.

 

Zusammensetzung der Instrumentendesinfektionsmittel

Instrumentendesinfektionsmittel basieren z.B. auf einem der folgenden Inhaltsstoffe

  • Quartäre Ammoniumverbindungen
  • Aldehyde
  • Alkohole
  • Phenole

Bei Instrumentendesinfektionsmitteln handelt es sich häufig um Kombinationspräparate, die sowohl eine reinigende, als auch desinfizierende Wirkung haben. Aus diesem Grund haben viele Instrumentendesinfektionsmittel zusätzliche Inhaltsstoffe, wie z.B. Tenside. Bei der Instrumentendesinfektion wird eher Wert darauf gelegt, dass ein neutraler bis angenehmer Geruch erreicht wird, deswegen sind Instrumentendesinfektionsmittel fast immer mit Duftstoffen versehen.

Anwendungsgebiete der Instrumentendesinfektionsmittel

Die Instrumentendesinfektion wird bei allen Instrumenten angewandt, die potentiell mit pathogenen Keimen kontaminiert sind. Ziel der Instrumentendesinfektion ist es, die Keime in einen Zustand zu versetzen, in dem sie nicht mehr infizieren können. Die Behandlung mit Instrumentendesinfektionsmitteln kommt bei sämtlichen chirurgischen Instrumenten, bei Verbandscheren, Tuben und Bohraufsätzen sowie, wenn vom Hersteller vorgesehen, z.B. auch bei Ohrtrichtern zum Einsatz. Je nach Risikobewertung der Instrumente ist darüber hinaus eine Sterilisation notwendig. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die zu desinfizierenden Instrumente und das verwendete Instrumentendesinfektionsmittel kompatibel sind, um Materialschäden auszuschließen. Besonders bei thermolabilen Instrumenten oder bei Endoskopen ist besondere Vorsicht geboten.

Anwendung der Instrumentendesinfektionsmittel

Instrumente werden grundsätzlich im Tauchbad desinfiziert. Dafür wird mit dem Instrumentendesinfektionsmittel in der vom Hersteller vorgegebenen Konzentration eine Lösung angesetzt. Da Instrumentendesinfektions-Bäder nur eine gewisse Standzeit haben, muss beim Ansetzen der Lösung Datum und Uhrzeit von der ausführenden Person für alle Mitarbeiter gut sichtbar vermerkt werden. Bevor die Instrumente in das Desinfektionsbad gegeben werden, ist eine grobe Reinigung notwendig. Das bedeutet, dass grobe Verschmutzungen vorsichtig entfernt werden. Selbstverständlich müssen während der gesamten Zeitspanne – vom Ansetzen der Instrumentendesinfektionslösung bis hin zum Einlegen der Instrumente in das Tauchbad spezielle Laborhandschuhe, gegebenenfalls auch ein Schutzkittel und eine Schutzbrille, getragen werden. Die Instrumente sollten geöffnet in das Tauchbad eingelegt werden, damit das Instrumentendesinfektionsmittel auch schwer erreichbare Stellen umspült. Falls es Stellen gibt, die ohne weiteres nicht vom Instrumentendesinfektionsmittel erreicht werden können, müssen diese durchgespült werden.

Einige Instrumentendesinfektionsmittel können auch im Ultraschallbad angewendet werden. Diese Methode ist durch die Erwärmung des Tauchbads in Verbindung mit der hochfrequenten Ultraschallschwingung besonders effektiv.

Allgemein gilt: für die Instrumentendesinfektion im Tauchbad wird kaltes Wasser (höchstens Raumtemperatur), für die Reinigung im Ultraschallbad warmes Wasser (40°C oder mehr) verwendet.

Die Instrumente müssen nach der Desinfektion (hier bitte Herstellerangaben über die Dauer der Desinfektion beachten!) mit klarem oder destilliertem Wasser gründlich gespült werden. Liegen noch hartnäckige Verschmutzungen vor, sind diese vorsichtig mit einem Instrumentenbürstchen zu entfernen. Die Instrumente müssen in diesem Fall erneut desinfiziert werden. Die übrigen Instrumente werden getrocknet, auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft, mit Instrumentenpflegemitteln behandelt und gegebenenfalls der Sterilisation zugeführt.

Instrumentendesinfektionsmittel – häufig verwendete Produkte

Da bei der Dosierung der Instrumentendesinfektionsmittel eine genaue Konzentration eingehalten werden muss, sind Instrumentendesinfektionsmittel mit einer integrierten Dosiermöglichkeit besonders beliebt. Ansonsten hängt die Wahl des Instrumentendesinfektionsmittels zum großen Teil von der Kompatibilität mit den in der Praxis vorhandenen und zu desinfizierenden Instrumenten sowie dem Preis des Desinfektionsmittels ab. Bekannte Hersteller von Instrumentendesinfektionsmitteln sind z.B. Bode, schuelke, B.Braun und Dr. Trippen. Bekannte und beliebte Instrumentendesinfektionsmittel sind unter anderem Korsolex, Helipur, Bomix und Sekusept.

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Dez 26

Um eine Keimübertragung durch das Mobiliar in Arztpraxen und Krankenhäusern auszuschließen bzw. das Risiko der Kreuzkontamination zu vermindern, ist eine regelmäßige, ordentlich durchgeführte Flächendesinfektion besonders wichtig. Für die Desinfektion von medizinischem Inventar stehen eine Reihe von Flächendesinfektionsmitteln zur Verfügung, die sich nicht nur in der Anwendungsform, sondern auch in der Einwirkzeit und den Inhaltsstoffen unterscheiden. Viele Flächendesinfektionsmittel sind z.B. mit Parfümstoffen versetzt, um die Anwendung angenehmer zu gestalten und nach der Reinigung einen sauberen, frischen Duft zu erzielen. Flächendesinfektionsmittel haben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, wie alle Desinfektionsmittel, unterschiedliche Wirkspektren. Hier sind, um eine sinnvolle Abdeckung der wichtigsten Keime zu erzielen, in jedem Fall die Produktinformationen zu studieren.

Zusammensetzung der Flächendesinfektionsmittel

Flächendesinfektionsmittel können sehr unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen. Allerdings werden für die Herstellung von Flächendesinfektionsmitteln in der Regel folgende Stoffe verwendet: 

  • Alkohole
  • Phenole
  • Quartäre Ammoniumverbindungen
  • Aldehyde

 Bei der Wahl des Flächendesinfektionsmittels ist es wichtig darauf zu achten, welche Flächen desinfiziert werden müssen und ob sich darunter empfindliche Flächen, wie z.B. Kunststoffe oder Acryl-Glas befinden. Für alkoholempfindliche Flächen sind auch spezielle alkoholfreie Flächendesinfektionsmittel erhältlich.

Anwendungsbereiche der Flächendesinfektionsmittel

Flächendesinfektionsmittel werden dort angewendet, wo sich durch den direkten Patientenkontakt oder durch Tröpfchen in der Umgebungsluft Keime angesiedelt haben könnten. In Arztpraxen und Krankenhäusern bedeutet dies vor allem auf Untersuchungsliegen, Besucherstühlen, Gerätewagen, Arbeitsflächen und auf diversen medizinischen Geräten. Wichtig ist, auf eine Materialverträglichkeit zwischen den zu reinigenden Möbeln und Geräten und dem Flächendesinfektionsmittel zu achten. Wenn Unsicherheit über die Verträglichkeit besteht, sollte das Flächendesinfektionsmittel zunächst an einer kleinen Stelle ausprobiert oder der Hersteller kontaktiert werden. Flächendesinfektionsmittel werden aber nicht nur in Arztpraxen und Krankenhäusern, sondern z.B. auch in Großküchen, in Laboratorien, in Kindergärten, Pflegeheimen und in der lebensmittelverarbeitenden Industrie angewandt. In allen Bereichen, in denen das Flächendesinfektionsmittel auf Flächen angewandt wird, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sind in jedem Fall die Herstellerinformationen zu beachten! Häufig wird empfohlen, die desinfizierten Flächen nach Ablauf der Einwirkzeit und vor der erneuten Nutzung mit klarem Trinkwasser abzuwaschen.

Anwendungsform der Flächendesinfektionsmittel

Flächendesinfektionsmittel können auf 2 Arten angewandt werden: als Wischdesinfektion und als Sprühdesinfektion.

Bei allen Flächen ist der Wischdesinfektion der Vorzug zu geben. Nicht nur weil die Sprühdesinfektion eine Aerosolbildung verursacht und die Aerosole durch die Atemluft in die Lunge gelangen können, sondern auch weil die Wischdesinfektion sicherstellt, dass die Fläche gleichmäßig benetzt ist. Die Sprühdesinfektion sollte nur dort angewandt werden, wo aufgrund der räumlichen Verhältnisse eine Wischdesinfektion nicht durchführbar ist.

Das Flächendesinfektionsmittel wird entweder durch Sprühen oder mit einem Tuch auf die zu desinfizierende Fläche aufgebracht. Es ist wichtig, die Fläche während der gesamten Einwirkzeit mit Flächendesinfektionsmittel zu befeuchten, um eine optimale Wirkung des Desinfektionsmittels sicherzustellen.

Die Häufigkeit der Flächendesinfektion hängt von den Vorgaben des Hygieneplans ab, sie kann unter Umständen von Raum zu Raum variieren. Zugrunde liegt immer das Infektionsrisiko, das im jeweiligen Arbeitsbereich besteht.

Eine besondere Erleichterung für den Anwender sind mit Flächendesinfektionsmittel getränkte Einmaltücher. Diese Einmaltücher in der Spenderbox können bedarfsgerecht entnommen werden und sind immer sofort einsatzbereit. Für viele Desinfektionsmitteltücher-Spender sind auch entsprechende Nachfüllbeutel erhältlich. Bei den Flächendesinfektionsmitteln kann man außerdem die so genannten Schnelldesinfektionsmittel unterscheiden, die eine besonders kurze Einwirkzeit bei gleichem Wirkspektrum haben und sich dadurch besonders gut für die Flächendesinfektion während der Sprechstunde (Desinfizieren von Untersuchungsliegen oder Behandlungstischen) eignen, da keine langen Wartezeiten durch die Desinfektion entstehen.

Flächendesinfektionsmittel – häufig verwendete Produkte

Die bekanntesten Hersteller für Flächendesinfektionsmittel sind in Deutschland Bode, B.Braun, schuelke sowie Dr. Trippen. Diese Hersteller bieten unterschiedliche Flächendesinfektionsmittel für diverse Einsatzgebiete. Häufig verwendete Flächendesinfektionsmittel sind z.B. Bacillol, Meliseptol und Desomed rapid.

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Dez 22

Hautdesinfektionsmittel werden zur Desinfektion der Haut verwendet, um eine Verschleppung von Keimen bei der Durchbrechung der Hautbarriere im Zuge von invasiven Eingriffen zu verhindern. Die Haut ist mit verschiedenen Mikroorganismen besiedelt, die als residente Hautflora bezeichnet werden. Diese Mikroorganismen schützen die Haut und sind nützlich, solange die Hautbarriere nicht verletzt wird. Durch invasive Eingriffe, wie z.B. Operationen, Injektionen, Punktionen oder ähnliches können diese Keime allerdings in den Organismus eindringen und zu Infektionen führen. Neben der residenten Hautflora gibt es auch noch die transiente Hautflora, die aus hautfremden, vorübergehend anwesenden Keimen besteht, die potentiell pathogen sind. Hautdesinfektionsmittel werden verwendet um die residente und transiente Hautflora zu zerstören und dadurch dafür zu sorgen, dass bei invasiven Eingriffen keine Keime mit in die Wunde eindringen.

Zusammensetzung der Hautdesinfektionsmittel

Die meisten Hautdesinfektionsmittel sind alkoholbasiert und sind, ähnlich wie Händedesinfektionsmittel, nicht konzentriert, sondern mit Wasser versetzt, um eine bessere Wirkung zu erzielen. Hautdesinfektionsmittel enthalten in der Regel keine rückfettenden oder pflegenden Stoffe, da sie nicht wie Händedesinfektionsmittel regelmäßig verwendet werden. Allerdings können Hautdesinfektionsmittel gefärbt sein um das Desinfektionsfeld bei Operationen deutlich zu kennzeichnen.

Anwendungsbereiche der Hautdesinfektionsmittel

Hautdesinfektionsmittel werden immer dann angewendet, wenn eine Keimverschleppung durch eine Durchbrechung der Hautbarriere zu einer Infektion führen könnte.

Beispiele für die Anwendung von Hautdesinfektionsmitteln

  • Injektion (s.c., i.m., i.v.)
  • Blutentnahme
  • Punktion (z.B. Gelenk)
  • Invasiver Eingriff (z.B. OP)

Anwendungsform der Hautdesinfektionsmittel

Hautdesinfektionsmittel können auf verschiedene Arten aufgebracht werden. Am häufigsten kommt wohl die Sprühdesinfektion mit Hilfe einer Sprühflasche zum Einsatz. Dabei wird das Hautdesinfektionsmittel auf die betroffene Hautpartie aufgesprüht und die Stelle während der Einwirkzeit durch Nachsprühen feucht gehalten. Es ist auch möglich das Hautdesinfektionsmittel mit einem sterilen Tupfer als Wischdesinfektion aufzutragen. Dies kommt meist bei operativen Eingriffen zur Anwendung. Bei der Hautdesinfektion ist immer auf eine vollständige und ausreichende Benetzung der Haut zu achten.

Hautdesinfektionsmittel Hinsichtlich der Einwirkzeit des Hautdesinfektionsmittels muss man talgdrüsenreiche von talgdrüsenarmen Arealen unterscheiden. Diese beiden Areale benötigen jeweils eine sehr unterschiedliche Einwirkzeit des Hautdesinfektionsmittels. Während auf der talgdrüsenarmen Haut (alle wenig behaarten Körperstellen, wie z.B. Hände) nur eine relativ kurze Einwirkzeit von ca. 15 bis 60 Sekunden notwendig ist (es sind in jedem Fall die Herstellerangaben zu beachten!), muss das Hautdesinfektionsmittel auf talgdrüsenreicher Haut (Gesicht, Genitalien, Brustbereich) mindestens 10 Minuten einwirken, egal um welchen Eingriff es sich handelt.

Hautdesinfektionsmittel – häufig verwendete Produkte

Hautdesinfektionsmittel sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Zusammensetzung, sondern auch in der Einwirkzeit und der Farbe. Während die meisten Hautdesinfektionsmittel farblos sind, gibt es auch gefärbte Hautdesinfektionsmittel, die eine Markierung des Desinfektionsfelds ermöglichen. Ein solches Hautdesinfektionsmittel ist z.B. Cutasept G von Bode. Ein beliebtes Hautdesinfektionsmittel mit besonders kurzer Einwirkzeit ist Cutasept F.

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Dez 19

Vor über 150 Jahren wurde die Bedeutung der Händedesinfektion zur Verhinderung der Krankheitsübertragung entdeckt. Seit dem hat sich nicht nur die Durchführung der Händedesinfektion, sondern auch die Zusammensetzung der Händedesinfektionsmittel stark gewandelt. Während ganz zu Anfang Chlorkalk als Händedesinfektionsmittel verwendet wurde, haben sich heute Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis durchgesetzt, weil diese eine viel bessere Hautverträglichkeit aufweisen. In der Medizin dürfen lediglich Händedesinfektionsmittel zur Anwendung kommen, die sowohl geprüft als auch gelistet sind. Händedesinfektionsmittel sind das effektivste und wichtigste Mittel um die Übertragung von Krankheitserregern von Patient zu Patient zu verhindern und dienen darüber hinaus dem Eigenschutz der im Gesundheitswesen beschäftigten Personen. Händedesinfektionsmittel sollten vor und nach jedem Patientenkontakt verwendet werden, um eine Keimverschleppung zu verhindern und somit der Übertragung von Infektionskrankheiten vorzubeugen. Je nach Tätigkeit wird mit dem Händedesinfektionsmittel entweder die hygienische oder die chirurgische Händedesinfektion durchgeführt. Händedesinfektionsmittel werden häufig vom Anwender selbst umgefüllt, was aber meist unzulässig ist, da nur unter aseptischen Bedingungen umgefüllt werden darf um eine Sporenfreiheit gewährleisten zu können.

Zusammensetzung der Händedesinfektionsmittel

Die modernen Händedesinfektionsmittel haben meist eine Alkohol-Basis, wie z.B. Ethanol oder 2-Propanol. Händedesinfektionsmittel enthalten nie reinen Alkohol, sondern immer ein Alkohol-Gemisch, da reiner Alkohol eine weniger gute antimikrobielle Wirksamkeit hat als verdünnter Alkohol. Da alkoholische Händedesinfektionsmittel die Haut austrocknen können, sind sie meist mit speziellen rückfettenden Substanzen versetzt, die Irritationen und das Austrocknen der Haut vermeiden. Auch können alkoholische Händedesinfektionsmittel mit Pflegestoffen versetzt sein, die eine Langzeitanwendung des Desinfektionsmittels für den Anwender angenehmer machen. Es gibt auch Präparate auf Basis von Chlor oder Peressigsäure, allerdings werden die alkoholbasierten Händedesinfektionsmittel bei weitem am häufigsten verwendet. Für Anwender, die zu Allergien neigen, stehen spezielle Händedesinfektionsmittel zur Verfügung, die frei von Parfums oder Farbstoffen sind.

Anwendungsbereiche der Händedesinfektionsmittel

Händedesinfektionsmittel werden verwendet, um eine Keimübertragung von Patient zu Patient zu verhindern und den Anwender selbst vor infektiösen Keimen zu schützen. Empfohlen wird die Durchführung der Händedesinfektion in folgenden Fällen:

  • vor und nach jedem Patientenkontakt
  • vor und nach jedem Verbandswechsel, jeder Blutentnahme und jeder Tätigkeit, bei der der Kontakt mit Blut, Sekreten oder Exkreten gegeben ist
  • nach dem Kontakt mit potentiell kontaminierten Flächen, Gegenständen oder Personen
  • nach dem Ausziehen von Einmalhandschuhen
  • vor sämtlichen Invasiven Eingriffen, von der Punktion bis hin zur OP

Je nach Tätigkeit ist entweder die hygienische oder die chirurgische Händedesinfektion durchzuführen.

Anwendungsform der Händedesinfektionsmittel

Händedesinfektionsmittel Bei der Verwendung von Händedesinfektionsmitteln kann man die hygienische von der chirurgischen Händedesinfektion unterscheiden. Diese beiden Arten der Händedesinfektion unterscheiden sich vor allem in der Menge des verwendeten Desinfektionsmittels, in der Anwendungsdauer und in dem desinfizierten Bereich. Die meisten Händedesinfektionsmittel sind sowohl für die hygienische als auch für die chirurgische Händedesinfektion geeignet – beachten Sie jedoch immer die Anwendungshinweise des Herstellers! Die einzelnen Händedesinfektionsmittel unterscheiden sich nämlich nicht nur in der Zusammensetzung und in den Anwendungsgebieten, sondern auch in der Dauer der Einwirkzeit und im Wirkspektrum. Weder bei der hygienischen noch bei der chirurgischen Händedesinfektion dürfen Schmuckstücke, wie z.B. Ringe, Armbänder oder Uhren getragen werden. Auch künstliche Fingernägel, Nagellack und lange natürliche Fingernägel bieten einen Nistplatz für Keime und beeinträchtigen die Wirkung des Händedesinfektionsmittels negativ. Aus diesem Grund ist auf sämtliche der genannten Dinge während der Arbeitszeit kategorisch zu verzichten. Händedesinfektionsmittel werden zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen möglichst aus entsprechenden Armhebel-Wandspendern oder berührungsfreien Handspendern entnommen.

  • Die hygienische Händedesinfektion

Die hygienische Händedesinfektion wird bei allen Anlässen ausgeführt, die keinen invasiven Charakter haben. Für diese Form der Händedesinfektion werden ca. 2-3ml Händedesinfektionsmittel benötigt und eine Einwirkzeit von 30 Sekunden sollte keinesfalls unterschritten werden. Um sicherzustellen, dass auch schwer zu erreichende Stellen mit Händedesinfektionsmittel benetzt werden, erfolgt die hygienische Händedesinfektion in 6 Schritten, bei denen alle Bereiche der Hände von den Fingerzwischenräumen bis hin zur Nagelfalz ausreichend vom Händedesinfektionsmittel erreicht werden. Die hygienische Händedesinfektion wird nur dann in Verbindung mit einer Händewaschung durchgeführt, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind. Das Händedesinfektionsmittel wird immer auf die trockenen Hände gegeben und die Hände solange mit dem Desinfektionsmittel nachbefeuchtet, bis die Einwirkzeit beendet ist.

  • Die chirurgische Händedesinfektion 

Die chirurgische Händedesinfektion wird vor allen invasiven Eingriffen und OPs durchgeführt. Im Gegensatz zur hygienischen Händedesinfektion werden bei der chirurgischen Händedesinfektion auch die Unterarme bis hinauf zum Ellenbogen mitdesinfiziert. Für die chirurgische Händedesinfektion werden mindestens 2 x 5ml Händedesinfektionsmittel verwendet und die Einwirkzeit beträgt mindestens 1-3 Minuten. Auch hier muss die Herstellerinformation des Händedesinfektionsmittels vor der Anwendung gründlich gelesen werden. Auch die chirurgische Händedesinfektion erfolgt in 6 Schritten um eine Benetzung aller Flächen zu gewährleisten. Vor der chirurgischen Händedesinfektion ist eine Händewaschung durchzuführen, wenn die Hände eine sichtbare Verschmutzung aufweisen, ansonsten kann die Händewaschung zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt sein. Während zum Anfang der Händedesinfektion noch bis hinauf zu den Ellenbogen gearbeitet wurde, werden gegen Ende der chirurgischen Händedesinfektion nur noch die Hände eingerieben. Das Feuchthalten der Hände mit Händedesinfektionsmittel während des kompletten Desinfektionsvorgangs ist unerlässlich. Die chirurgische Händedesinfektion erfolgt wie die hygienische Händedesinfektion auf der trockenen Haut.

Händedesinfektionsmittel – häufig verwendete Produkte

Es gibt eine große Auswahl verschiedener Händedesinfektionsmittel von diversen Firmen, wie Bode, Schülke & Mayr oder Dr. Trippen. Die Händedesinfektionsmittel unterscheiden sich vor allem in Zusammensetzung, Einwirkzeit und Wirkspektrum. Viele Händedesinfektionsmittel sind sowohl für die hygienische als auch für die chirurgische Händedesinfektion geeignet. Um auch Allergikern die Anwendung von Händedesinfektionsmitteln zu ermöglichen, sind auch spezielle Händedesinfektionsmittel für Allergiker erhätlich, bei denen z.B. auf die Verwendung von Farb-, Konservierungs- oder Duftstoffen verzichtet wurde. Besonders bekannte Händedesinfektionsmittel sind z.B. Sterillium von Bode, SoftaMan von B.Braun oder Desderman von Schülke & Mayr.

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Dez 19

4-teilige Blog-Serie zu den wichtigsten Desinfektionsmitteln, ihren Anwendungsgebieten, der Anwendungsform und der Zusammensetzung

Heute startet bei der Medizinschau eine 4-teilige Blogserie zum Thema Desinfektionsmittel. In den Blogs erfahren Sie alles über die wichtigsten Desinfektionsmittel, die in der Medizin verwendet werden. Es werden neben der Zusammensetzung und der Anwendungsform auch die Anwendungsgebiete erläutert und Beispiele für die verschiedenen Produkte gegeben. Die Blogs werden 2 mal wöchentlich erscheinen und einen Überblick über die 4 wichtigsten Desinfektionsmittel bieten.

Die Blogs-Serie “Desinfektionsmittel” im Überblick

  1. Blog: Die Händedesinfektionsmittel
  2. Blog: Die Hautdesinfektionsmittel
  3. Blog: Die Flächendesinfektionsmittel
  4. Blog: Die Instrumentendesinfektionsmittel
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Nov 15

Bacillol AF Schnelldesinfektion

Bacillol AF SchnelldesinfektionDie Flächendesinfektion gehört in allen medizinischen Bereichen zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen. Sie sollte nicht nur am Ende des Arbeitstages, sondern auch dann erfolgen, wenn die Fläche mit potentiell infektiösen Materialien, wie z.B. Blut oder Urin, in Berührung kam. Für die Flächendesinfektion stehen verschiedene Produkte zur Verfügung.

Ein solches Flächendesinfektionsmittel ist z.B. Bacillol AF von Bode. Bacillol AF (aldehydfrei) ist ein Schnelldesinfektionsmittel, das sowohl für die Sprüh- als auch für die Wischdesinfektion verwendet werden kann. Bacillol AF kann auf allen alkoholbeständigen Flächen angewendet werden. Es trocknet rückstandsfrei ab und überzeugt durch einen schnellen Wirkeintritt.

Wirkspektrum von Bacillol AF:

  • Bakterizid (inkl. Salmonellen und Listerien)
  • Levurozid
  • Fungizid
  • Tuberkulozid
  • Mykobakterizid
  • begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV)
  • Adenovirus
  • FCV
  • MNV
  • Polyoma- und Rotavirus

Die Anwendung von Bacillol AF ist durch seine guten Benetzungseigenschaften besonders leicht und schnell. Bacillol AF hat eine Alkoholbasis und ist parfüm- und aldehydfrei. Das Flächendesinfektionsmittel ist VAH und DVG-gelistet und hat eine CE-Kennzeichnung.

Bacillol AF ist in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich. Es kann sowohl aufgesprüht als auch mit einem Tuch aufgebracht werden.

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Nov 09

Wundversorgung auf höchstem Niveau – mit dem octenivet® Wundgel

 

Täglich kommen Patientenbesitzer mit ihren Tieren in die Tierarztpraxis zur Behandlung von Hautverletzungen und Entzündungen in der Haut. Die richtige Vorgehensweise ist ganz klar: Wunde reinigen, feucht halten und gegen Infektionen schützen. Mit dem octenivet® Wundgel lassen sich Hautverletzungen auf höchstem Niveau gehandeln. Octenivet® ist ein klares, geruchloses Gel zur Befeuchtung und Dekontamination von Wunden mit einer Remanenzzeit von 24 Stunden!

 

Der Wirkstoff Octenidin wurde von der Firma schülke Mitte der 80er Jahre entwickelt – kurze Zeit darauf folgte die Einführung des ersten octenidinhaltigen Produkts: Octenisept®. Octenivet® ist ein weiterer Nachfolger dieser Reihe, in Gelform.

 

Das Wundgel hat viele überzeugende Vorteile: 

  • löst selbst hartnäckige Wundbeläge
  • breites antiseptisches Wirksprektrum
  • Wirkungseintritt nach 1 Minute
  • keine Resistenzbildung
  • sehr gute Haut-, Schleimhaut- und Gewebeverträglichkeit
  • keine systemischen Nebenwirkungen
  • octenivet brennt nicht, schmerzfreie Anwendung
  • stellt ein ideales feuchtes Wundheilungsmilieu her 
  • geruchsabsorbierend
  • frei von Alkohol und Farbstoffen
  • unkomplizierte Anwendung
  • 24 Std Remanenz

 

Anwendung:

Die Wunde sollte zuerst großzügig von Wundbelägen, Dreck und nekrotischem Gewebe gereinigt werden, das octenivet Wundgel mit dem sauberen Finger zart aufgetragen und mit einem Verband verbunden werden. Dank seiner viskosen Form ist das octenivet Wundgel leicht aufzutragen: es tropft nicht, fließt nicht und haftet hervorragend auf der Wunde. Da es nicht brennt und geruchslos ist, ist die Akzeptanz bei Tieren sehr hoch.

 

Die Behandlungsdauer ist natürlich individuell unterschiedlich – octenivet® optimiert die Wundheilung und verkürzt den Heilungsprozess enorm. 

 

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