Apr 03

Das Infusionsgerät ist ein Hilfsmittel zur Infusionstherapie. In der Veterinärmedizin werden viele Wege genutzt, eine Infusion durchzuführen. Als Erstes unterscheidet man zwischen der subcutanen Infusion und der venösen Infusion. Die subcutane Infusion ist bei wehrhaften Tieren und der ein- /zweimaligen Infusion ohne Notwendigkeit eines venösen Zugangs angezeigt. Die subcutane Infusion erfolgt für gewöhnlich über ein Infusionsgerät und eine Einmalkanüle, deren Verbleib unter der Haut von einer Tierarzthelferin überwacht wird. Je nach Größe des Tieres wird diese Art der Infusion auch über eine Einwegspritze durchgeführt. Beispielsweise kleine Reptilien oder Nager benötigen oft nur wenige Milliliter Flüssigkeit, die über eine Spritze langsam unter die Haut injiziert werden. 

Venöse Infusionen, bei denen die Flüssigkeit direkt in den Blutkreislauf gegeben wird, sollten aus Sicherheitsgründen immer über ein Infusionsgerät durchgeführt werden. Das Infusionsgerät übermittelt dem Tierarzt mehr Bewegungsfreiheit am Tier und die Tropfgeschwindigkeit kann stufenlos eingestellt werden. Bei der Nutzung des Infusionsgeräts besteht nicht die Gefahr durch zuviel Druck eine große Menge Flüssigkeit zu schnell in die Vene zu injizieren. 

 

Aufbau des Infusionsgeräts

Das Infusionsgerät beginnt mit einem  Einstechdorn – meist aus Kunststoff,  in seltenen Fällen auch aus Stahl – der in den Infusionsbehälter eingestochen wird. An den Einstechdorn direkt angeschlossen befindet sich die Tropfkammer mit Belüftung. Die Tropfkammer sollte  hochtransparent sein, damit die Tropfgeschwindigkeit klar erkennbar ist. Der Infusionsleitung aus transparentem Kunststoff angehängt ist der Durchflussregler, der die Tropfgeschwindigkeit meist über ein Kunststoffrad regelt. Am Ende des durchschnittlich 1,80 m langen Infusionsschlauchs befindet sich der Konnektor. Der Konnektor ist meist nach dem Luer-Lock-System hergestellt und dient dem Anschluss des Infusionsgeräts an den venösen Zugang oder die Kanüle. 

 

Jedes Infusionsgerät wird nach dem Herstellungsprozess sterilisiert und einzeln eingesiegelt. Im Aufbau sind die Infusionsgeräte durchweg ähnlich und unterscheiden sich je nach Hersteller in nur wenigen Details: 

 

Infusionsgerät Asid BonzInfusionsgerät Asid Bonz

Dieses Infusionsgerät der Firma Asid Bonz verfügt über einen Infusionsregler, bei dem die Tropfgeschwindigkeit präzise zwischen 5ml/h und 250 ml/h ausgeswählt werden kann. Das 150 cm lange Infusionsgerät verfügt zudem über eine nadelfreie Zuspritzmöglichkeit, über die während einer Infusion, beispielsweise in der Narkose, weitere Medikamente zugespritzt werden können. 

 

 

Infusionsgerät B. BraunInfusionsgerät Intrafix B. Braun

Das Infusionsgerät Intrafix ist ein Standard-Besteck, das jedoch über eine einzigartige Filtermembran verfügt, die den Eintritt von Luft in den Infusionsschlauch verhindert, über einen sehr scharfen Einstechdorn, sowie über die Möglichkeit, einen Infusionspumpen-Tropfensensor anzuschließen, verfügt. 

 

Tagged with:
Nov 06

Sichere Infusion mit dem Infusionsbesteck

Infusion bei einem Patienten Infusionen werden bei vielen Krankheiten als Therapieform eingesetzt. Die Infusion ermöglicht die Gabe von Medikamenten oder von Flüssigkeiten direkt über die Vene. Es stehen verschiedene Infusionslösungen zur Verfügung. Man unterscheidet grundsätzlich Elektrolytlösungen, Kolloidale Lösungen und Glucoselösungen. Die häufigst verwendeten Infusionslösungen sind wohl Kochsalz- und Ringerlösung. Durch die intravenöse Gabe wird nicht nur eine Schonung des Gastrointestinaltracktes, sondern auch ein schnellerer Wirkeintritt erreicht. Außerdem können intravenös verabreichte Medikamente niedriger dosiert werden, wodurch sie weniger Nebenwirkungen verursachen. Neben der venösen Infusion gibt es auch die subcutane und die intraossäre Infusion.

Für die Infusion werden verschiedene Hilfsmittel benötigt. Ein besonders wichtiges Hilfsmittel ist das Infusionsbesteck. Das Infusionsbesteck stellt die Verbindung zwischen Infusionsflasche und dem venösen, intraossären oder subcutanen Zugang dar. Das Infusionsbesteck sorgt für eine kontrollierte Gabe der Infusionsflüssigkeit, moderne Infusionsbestecke verhindern auch wirksam Luftinfusionen.

InfusionsbesteckEin Infusionsbesteck besteht immer aus einem Einstechdorn, einem Infusionsschlauch, einer Rollklemme, einer Tropfkammer und einem Konnektor. Der Einstechdorn sollte möglichst spitz sein, damit das Infusionsbesteck auch in hängende Behältnisse eingestochen werden kann. Der Infusionsschlauch ist grundsätzlich transparent, damit der Flüssigkeitsstand und das Vorhandensein von Luftblasen überprüft werden können. Durch die Rollklemme wird die Geschwindigkeit geregelt, mit der die Infusionsflüssigkeit abgegeben wird. Um eine noch genauere Kontrolle der Tropfgeschwindigkeit zu erreichen, gibt es spezielle Infusionsbestecke, die mit einem Infusionsregler ausgestattet sind. An solchen Reglern kann die Tropfmenge pro Stunde eingestellt werden. Die Tropfkammer gibt es mit oder ohne Belüftung. Bei Tropfkammern mit Belüftung wird die Flüssigkeit aus der Infusionsflasche durch Luft, die durch das Belüftungsloch eindringt, ersetzt. So entsteht kein Unterdruck im Infusionsbehältnis. Bei dem Konnektor des Infusionsbestecks handelt es sich entweder um einen Luer- oder einen Luer-Lock-Ansatz. Besonders bei Infusionen, die länger dauern, empfiehlt sich die Verwendung eines Infusionsbestecks mit Luer-Lock-Ansatz, um eine sichere Verbindung des Infusionsbestecks mit dem Katheter sicherzustellen.

Das Infusionsbesteck ist ein Einmalartikel, der nach dem Gebrauch ordnungsgemäß entsorgt werden muss. Dabei ist besonders wichtig darauf zu achten, dass der Einstechdorn niemanden verletzen kann. Die meisten Infusionsbestecke sind so konzipiert, dass der Einstechdorn zur Entsorgung in die Tropfkammer eingestochen werden kann, um die Gefahr einer so genannten Nadelstichverletzung zu reduzieren.

Einstellung der Tropfmenge an einem Infusionsbesteck mit TropfreglerInfusionsbestecke sind für Druck- und Schwerkraftinfusionen erhältlich. Wichtig ist es, das richtige Infusionsbesteck für die entsprechende Therapie zu verwenden. Für die Verabreichung von Bluttransfusionen darf kein Infusionsbesteck, sondern nur ein so genanntes Transfusionsbesteck verwendet werden.

Besonders bekannt sind die diversen Infusionsbestecke von B.Braun, wie z.B. das Intrafix Air P oder das Intrafix SafeSet Infusionsbesteck.

Tagged with:
Jul 19

Infusionsbestecke ermöglichen die gezielte Gabe von Infusionen

Die Infusionstherapie ist weit verbreitet und kommt bei einer Vielzahl von Erkrankungen zum Einsatz. Die Patienten müssen zum Anlegen der Infusion regelmäßig die Arztpraxis aufsuchen und dort für die Dauer der Infusion bleiben. Für die Durchführung einer Infusion wird neben der Infusionsflüssigkeit und einer Kanüle unter anderem auch ein Infusionsbesteck benötigt.

Infusionsbestecke Infusionsbestecke haben immer den gleichen Aufbau, können sich aber in bestimmten Details unterscheiden. Alle Infusionsbestecke verfügen über einen so genannten Einstechdorn. Der Einstechdorn ist ein Kunststoffdorn, der in die Infusionsflasche eingestochen wird, so dass die Infusionslösung durch den Einstechdorn in den Infusionsschlauch gelangen kann. Der Einstechdorn sollte sehr spitz sein, damit auch hängende Infusionsflaschen problemlos angestochen werden können. Die Infusionsflüssigkeit fließt durch den Einstechdorn in die Tropfkammer, die häufig mit einer bakteriendichten Belüftung versehen ist. An die Tropfkammer schließt sich bei allen Infusionsbestecken der Infusionsschlauch an. Der Infusionsschlauch kann unterschiedlich lang sein. Je länger der Infusionsschlauch ist, desto leichter lässt sich die Infusion anhängen. Am Infusionsschlauch befindet sich ein Durchflussregler, mit dem die Tropfmenge eingestellt werden kann. Manche Infusionsbestecke haben zusätzlich zum Durchflussregler auch noch einen Infusionsregler, an dem genau geregelt werden kann, wieviel ml Infusionsflüssigkeit pro Stunde abgegeben werden soll. Durch den Anschlusskonnektor, der sich am Ende des Infusionsschlauchs befindet, können Infusionsbestecke schnell und zuverlässig an einen venösen Zugang, wie z.B. einen Venenverweilkatheter oder eine Venenpunktionskanüle angeschlossen werden.

Infusionsbestecke sind einzeln steril verpackte Einmalartikel, die nach der Verwendung so entsorgt werden müssen, dass weder durch den Dorn eine Verletzungsgefahr, noch durch Blutreste eine Infektionsgefahr besteht.

Bei Praxisdienst finden Sie Infusionsbestecke verschiedener Hersteller zu günstigen Preisen. Die Infusionsbestecke sind sowohl für Druck- als auch für Schwerkraftinfusionen erhältlich.

Tagged with:
preload preload preload
Blog Top Liste - by TopBlogs.de