Mai 16

 

Arzttaschen: Arzttasche Sheffield

Arzttaschen: "Arzttasche Sheffield"

Tierärzte sind, je nach Art ihrer Patienten, viel mobil unterwegs. Großtierpraktiker fahren zu Untersuchungen und Behandlungen in den Stall oder auf die Weide des Landwirts, Zootierärzte fahren von Gehege zu Gehege und Tierheime werden meist von einem mobil arbeitenden Tierarzt aus der Gegend betreut. Um eine fachmännische Betreuung ausserhalb der Praxis zu gewährleisten, muss der Tierarzt die wichtigsten Utensilien, wie Verbrauchsmaterialien, Medikamente, transportable Diagnostika und Instrumente mit sich führen. Um diese Utensilien sicher, trocken und komfortabel an den Ort des Geschehens zu bringen, verwenden Tierärzte sogenannte Arzttaschen

 

Arzttaschen gibt es in großer Auswahl: Arzttaschen mit Griff zum Tragen, Arzttaschen als Rucksack oder Trolly sowie Arztkoffer. Für gewöhnlich werden Arzttaschen aus schickem Leder oder aus einem wasserabweisenden, leicht zu reinigenden Gewebe hergestellt, damit sie nach jedem Einsatz desinfiziert und gut gereinigt werden können und Kreuzkontaminationen vermieden werden. 

 

Wichtig ist die Unterteilung der Arzttaschen. Da viele kleine Dinge transportiert werden müssen und der Überblick trotzdem erhalten bleiben muss, werden Arzttaschen mit verschieden großen Taschen, Fächern und Reißverschlüssen hergestellt. Gut durchdachte Arzttaschen verfügen ausserdem über herausnehmbare Bodenschalen, die Medikamentenflaschen stehend aufnehmen können und auswaschbar sind. Damit der Tierarzt beide Hände frei hat und eventuell schwerere Arzttaschen besser tragen kann, besitzen manche Arzttaschen auch Schultergurte, oder werden gleich als Rucksack hergestellt. 

 

Arzttaschen: Arzttasche Sheffield innenUm den Inhalt vor Schutz und Feuchtigkeit zu schützen, werden Arzttaschen aus einem wasserabweisenden Stoff gefertigt, der je nach Geschmack unauffällig und gediegen oder modern – z.B. im Marilyn Monroe-Design – entworfen wurde. Zur Sicherheit des Inhalts werden Arzttaschen generell mit einem Schloss versehen. Je nach Modell wird das Schloss mit einer Zahlenkombination oder einem Schlüssel versehen. 

 

Arzttaschen gibt es in derart großer Auswahl, dass für jeden Bedarf, jede Art Inhalt und jeden Geschmack etwas dabei ist – optimieren Sie Ihre Hausbesuche – mit passenden Arzttaschen für Ihre Bedürfnisse! 

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Apr 01

Sichere Beatmung mit dem Ambu LifeKey

RettungsdienstNeben der Herzdruckmassage ist die Beatmung die wichtigste Maßnahme zur Wiederbelebung, die von Laienhelfern durchgeführt werden kann. Viele Laienhelfer haben Angst, die Beatmung durchzuführen, weil sie befürchten sich dabei mit einer Krankheit anzustecken. Aus diesem Grund wurden Hilfsmittel entwickelt, die einen direkten Kontakt des Ersthelfers mit dem Bewusstlosen verhindern und somit den Ersthelfer vor einer Ansteckung schützen. Ein solches Hilfsmittel ist der LifeKey von Ambu®. Der Ambu® LifeKey besteht aus einer Folie, die über den Mund oder die Nase des Patienten gelegt wird. In der Mitte der Folie befindet sich ein Einwegeventil, das verhindert, dass Luft vom Patienten zum Ersthelfer zurückströmen kann. Der Ambu® LifeKey erlaubt lediglich, dass Luft vom Ersthelfer zum Patienten gelangen kann. Durch 2 Gummischlaufen kann der Ambu® LifeKey an den Ohren des Patienten fixiert werden. So ist sichergestellt, dass die Beatmungsfolie während der Herzdruckmassage nicht verrutscht und sofort mit der Beatmung weitergemacht werden kann.

Ambu® LifekeyDer Ambu® LifeKey wird in einem praktischen Nylon-Softcase geliefert, der z.B. am Schlüsselanhänger befestigt werden kann. Beim Ambu® LifeKey handelt es sich um einen Einweg-Artikel, der nach dem Gebrauch entsorgt werden muss. Der Vorteil des Ambu® LifeKey liegt darin, dass er eine für den Ersthelfer sichere Beatmung ermöglicht und ihn vor dem direkten Kontakt mit dem Patienten schützt. Der Ambu® LifeKey ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit und kann durch den praktischen Schlüsselanhänger stets mitgeführt werden.

Den Ambu® LifeKey erhalten Sie z.B. bei Praxisdienst mit einem Softcase in den Farben rot, gelb, blau, grün, orange und schwarz.

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Mrz 04

Der Stauschlauch in der Tiermedizin

 

Prämeta Stauschlauch

Der Stauschlauch wird in der Tiermedizin zum Stauen der Blutgefäße vor einer Blutentnahme oder einer intravenösen Injektion verwendet. Der Stauschlauch bewirkt durch die Stauung des Blutes ein Anschwellen des Blutgefäßes, wodurch das Einstechen der Kanüle in die unter dem Fell liegende Vene vereinfacht wird und der Rückfluss des Blutes verhindert wird. Bei Hunden und Katzen findet die Blutentnahme bevorzugt am Vorderarm statt, der Stauschlauch wird hierfür über dem Ellenbogen angelegt. 

 

Aufbau

Der Stauschlauch besteht meist aus einem 1-2 cm breiten Band und einem Kunststoffverschluss. Im Optimalfall ist der Stauschlauch nach der erfolgten Blutentnahme mit einer Hand zu lösen und leicht abzustreifen. Bei der Blutentnahme ist der Stauschlauch bereits vor der Entfernung der Kanüle zu lösen, da sonst durch den vorhanden Druck bei Herausziehen der Kanüle eine Blutung, sowie die Entstehung eines Hämtoms einsetzt. Bei der intravenösen Injektion ist der Stau zu lösen, sobald die Kanüle richtig sitzt, denn eine Injektion gegen den Stauschlauch ist nicht möglich. Den Stauschlauch gibt es zur Auflockerung des Patientenbesitzers in vielen bunten Farben, sowie mit fröhlichen Mustern. 

 

Stauchschlauch für Großtiere: StauketteMaterialien

In der Kleintiermedizin werden als Stauschlauch elastische Stoffbänder in Verbindung mit einem leicht bedienbaren Kunststoffverschluss bevorzugt. Eine weitere Variante Stauschlauch ist der Stripp-Quick Stauschlauch: der Stripp-Quick Stauschlauch besteht aus einer runden Gummikordel, verbunden mit einer Metallschließe. Die etwas dünnere Gummikordel eignet sich auch zur Stauung der Blutgefäße kleinerer Tiere. 

In der Großtiermedizin hingegen werden als Stauschlauch die stabilen Stauketten verwendet. Die Kette verfügt über ausreichend Kraft, um bei Tieren wie Pferden oder Kühen angelegt zu werden. 

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Feb 28

Laryngoskop SetDas Laryngoskop ist ein Gerät zur Betrachtung des Kehlkopfes. In der Tiermedizin wird das Laryngoskop (Larynx = Kehlkopf, skopein = betrachten) hauptsächlich in Spatelform als Intubationslaryngsokop verwendet. 

Intubation bedeutet, etwas in eine Körperhöhle einzuführen – in der Tiermedizin wird darunter verstanden, eine Hohlsonde – auch Endotrachealtubus genannt – über ein Laryngoskop in die Luftröhre einzuführen, um diese zu stabilisieren und die Möglichkeit einzuräumen, Luft, Sauerstoff, gasförmiges Narkosemittel oder Notfallmedikamente in flüssiger Form direkt in die Lunge zu geben. 

Das Laryngoskop wird bei der Intubation verwendet, um den Zungengrund hinunter zu drücken, und die Trachea vom Kehldeckel zu befreien. Der Kehldeckel dient dazu, beim Atmen die Speiseröhre, und beim Essen die Luftröhre zu verschliessen, damit keine Flüssigkeiten oder Essensreste in die Luftröhre und im weiteren Verlauf eventuell in die Lunge gelangen. Laryngoskope sind meist batteriebetrieben oder aufladbar und verfügen über eine Beleuchtung, die den Rachenraum erhellt. Der Spatel des Laryngoskops ermöglicht über eine Schiene ein Hineingleiten des Tubus in die Trachea. Nach dem Einschieben des Tubus wird die Manschette zur Sicherung des Sitzes noch auf dem Laryngoskop mit einer Einwegspritze aufgeblasen. Die Manschette verhindert ein Aushusten oder Herausfallen des Tubus. Um sicherzustellen, dass der Tubus in der Trachea und nicht versehentlich im Ösophagus sitzt, wird die Auskultation mit einem Stethoskop angewendet. Sitzt der Tubus richtig, wird er mit einer Mullbinde am Maulkeil zusätzlich fixiert und das Laryngoskop entfernt. Wird mit einem Laryngoskop intubiert, sitzt der Tubus meist automatisch richtig. Bei der Intubation ohne Laryngoskop werden durch Fehlversuche Kehldeckel und Trachea stark gereizt, was eine korrekte Intubation verhindern kann. 

Intubiert werden Tiere bei jeder längerandauernden Narkose, um bei einem eventuellen Narkosezwischenfall beatmen zu können, oder um notfalls Medikamente, wie Adrenalin bei einem Herzstillstand, über den Tubus in die Lunge geben zu können. Bei längeren Narkosen wird nach der injizierten Einleitungsnarkose, das Inhalationsnarkosegerät zur Weiterführung der Narkose mit Gas, an den Konnektor des Tubus angeschlossen.  Brachycephale Rassen neigen gerade in der Narkose durch die Fehlbildungen des gesamten Kopfes zu einem Kehlkopf- oder Trachealkollaps. Um diesen Zwischenfall zu vermeiden, sollte die Trachea eines narkotisierten Brachycephalen (Kurzköpfigen, wie Mops oder Perserkatze) in jeder Narkose durch einen Tubus gestützt werden. 

Das Laryngoskop gibt es in vielen Ausführungen – Laryngoskope aus Metall oder Kunststoff, sowie Laryngoskope für den Einmal- oder Dauergebrauch. Das Laryngoskop muss in jeder Praxis in unterschiedlichen Größen vorhanden sein. Speziell für Notfälle – zur Mitnahme im Rettungswagen oder im Auto des mobilen Veterinärs – gibt es fertiggestellte Laryngoskop -Sets. 

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Feb 16

Einmalinstrument aus gebürstetem StahlEinmalinstrumente sind, wie der Name schon sagt, chirurgische Instrumente für den einmaligen Gebrauch. Die Verwendung von Einmalinstrumenten in der Tierarztpraxis, gleich ob groß oder klein, bringt viele Vorteile mit sich.  

Einmalinstrumente unterliegen nicht wie Mehrweginstrumente dem natürlichen Verschleiß. Die Qualität, das Handling und die Eigenschaften der Einmalinstrumente sind bei jeder Nutzung absolut gleich und von denen der Mehrweginstrumente nicht zu unterscheiden. Desweiteren entfallen im Gegensatz zu gewöhnlichen Instrumenten die Reparatur-, Wartungs- und bei Scheren z.B. die Schleifkosten. 

Einmalinstrumente sind die hygienischere Variante! Eine fachgerechte und absolut hygienische Reinigung und Desinfektion von Instrumenten ist im täglichen Praxisalltag nicht immer gewährleistet – sei es durch Eile bei der Reinigung, Desinfektion durch ungeschultes Personal oder das Festsetzen von Keimen in Gebrauchsspuren der Mehrweginstrumente. Einmalinstrumente aus Metall oder Kunststoff müssen nicht gereinigt oder desinfiziert werden – nach der einmaligen Nutzung werden Einmalinstrumente über einen durchstechsicheren Sicherheitsbehälter der Müllverbrennung zugeführt. Eine Keimübertragung durch die Einmalinstrumente ist unmöglich – die doppelseitig als Einmalinstrumente gekennzeichneten Instrumente werden nach der Herstellung sterilisiert und sofort einzeln steril eingesiegelt. Einmalinstrumente sind in der Regel mehrere Jahre steril lagerbar und aus diesem Grund auch eine günstige Alternative zu Mehrweginstrumenten, die aufwendig wiederaufbereitet werden müssen. Bei der Nutzung der Einmalinstrumente fällt ein Kauf von Sterilisator, Instrumentenreiniger und -desinfektion weg, zusätzlich werden teure Personalkosten für die Zeit der Aufbereitung eingespart. Einmalinstrumente eignen sich zudem besonders für die Bestückung von Arzttaschen, die eventuell seltener genutzt werden, weil die Einmalinstrumente für den Einsatz in der Arzttasche steril aufbewahrt werden können. 

Einmalinstrument aus gebürstetem StahlEinmalinstrumente gibt es von mehreren Herstellern – aus Kunststoff, sowie aus Metall. Um eine Verwechslung ausschließen zu können, sind die Einmalinstrumente beidseitig als Einweginstrumente gekennzeichnet. Die Instrumentenauswahl ist bei den Einmalinstrumenten nicht eingeschränkt – die Vielfalt ist ähnlich der der Mehrweginstrumente. Von Scheren, über Micro-Pinzetten, bis hin zu Wundspreizern bekommen Sie alle benötigten Instrumente auch als Einmalinstrumente. Je nach Hersteller werden die Einmalinstrumente im praktischen Dispenser geliefert und können einzeln entnommen werden. Anders als vielleicht angenommen, ist der Anschaffungspreis der Einmalinstrumente nicht besonders hoch – eine Nutzung anstelle der wartungsteuren Mehrweginstrumente ist in jedem  Fall rentabel und sollte auch aufgrund der hygienischen Vorteile überdacht werden. 

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Jan 11

Sicherheit in der TierarztpraxisIn nahezu jedem Raum einer Tierarztpraxis, ja sogar im Auto des Veterinärs und im Arztkoffer sollte man ihn finden: den Kanülensammler. Kanülensammler sind Sicherheitsbehälter zur Entsorgung potentiell gefährlicher – also spitzer, scharfer oder infektiöser Materialien wie Einmalkanülen, geöffnete Ampullen oder Skalpellklingen. In den meisten Fällen sind sie aus gelbem Kunststoff mit rotem Kunststoffdeckel.

Um wirklich sicher zu sein, muss ein Kanülensammler verschiedene Eigenschaften aufweisen: 

  • Durchstechsicherheit: aufgrund des spitzen, scharfen Inhalts muss der Kanülensammler absolut durchstechsicher sein. 
  • Flüssigkeitsdichtigkeit: auch infektiöses Material wie blutige Kanülen oder gebrauchte Skalpellklingen werden im Kanülensammler entsorgt. Um ein Auslaufen der eventuell vorhandenen Flüssigkeiten zu verhindern, muss die Kanülenabwurfbox dicht sein. 
  • ausreichende Größe: um eine Stichverletzung zu verhindern ist es besonders wichtig, auf die passende Größe des Kanülensammlers zu achten. Den großen Bedarf von Kliniken decken spezielle Sammler mit 3-5 Litern Volumen, für die Arzttasche gibt es kleine Kanülensammler mit nur 150 ml Volumen. Ebenso wichtig ist die rechtzeitige Entsorgung des Kanülensammlers wenn dieser bis zur Markierungslinie befüllt ist, um ein Herrausragen von gebrauchten Kanülen und damit verbundene Verletzungen oder Übertragungen zu verhindern. 
  • Standsicherheit
  • geeignetes Verschlusssystem: der Verschluss eines Kanülensammlers muss so gestaltet sein, dass der Deckel offenstehen kann, nach Gebrauch temporär verschließbar ist und für die endgültige Entsorgung irreversibel verschlossen werden kann. 
  • geeignete Kanülenaufnahme: die Öffnung im Deckel des Sicherheitsbehälters sollte Schlitze unterschiedlicher Größen besitzen, die ein einhändiges Abstreifen von auf Einmalspritzen gesteckten Kanülen ermöglicht und das Praxispersonal vor Stichverletzungen durch umherliegende Spritzen schützt. 
KanülensammlerBei der Entsorgung von Kanülensammlern ist darauf zu achten, dass dieser sicher verschlossen ist. Die Entsorgung erfolgt dann nach maximaler Befüllung und Verschluss entsprechend den geltenden Richtlinien. 
Kanülensammler werden in allen medizinischen Sparten verwendet: in Arztpraxen, Tierarztpraxen, Kliniken, beim Rettungsdienst oder bei Heilpraktikern. Entsorgt werden über den Kanülensammler lediglich Kanülen, Skalpellklingen oder gebrauchte Ampullen – fälschliches Entsorgen von Tupfern, Spritzen oder blutigen Wundauflagen hat eine vorschnelle Befüllung zur Folge und ist nicht notwendig. 
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Dez 09

Jeder kann Leben retten – mit einem AED

Automatisierter, externer DefibrillatorDer plötzliche Herztod kommt aus heiterem Himmel und trifft meist Personen, die eigentlich dachten, sie seien herzgesund. Mit 100.000 bis 150.000 Todesfällen im Jahr stellt der plötzliche Herztod eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt dar. Eine richtig durchgeführte Erste Hilfe kann den Patienten retten – wenn sie schnell genug durchgeführt wird. Die Überlebenschance ist in den ersten Minuten noch relativ hoch, sinkt aber rapide ab, je länger lebensrettende Sofortmaßnahmen ausbleiben. In den meisten Fällen tritt ein Kammerflimmern ein, bei dem eine Defibrillation die effektivste Möglichkeit ist, wieder einen normalen Herzrhythmus zu erreichen. Defibrillatoren können allerdings nur von ausgebildetem medizinischem Personal bedient werden und sind darüber hinaus in den entscheidenden Minuten meist nicht vor Ort. Aus diesem Grund wurden die automatisierten, externen Defibrillatoren entwickelt. Ein automatisierter, externer Defibrillator, kurz AED oder Laiendefibrillator, ist ein medizinisches Gerät, das nicht nur in der Lage ist, zu erkennen, wann eine Defibrillation notwendig ist und diese abgibt, sondern auch den Ersthelfer bei der Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) unterstützt. Der AED ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, ein wichtiger Bestandteil des AED ist jedoch eine akustische, visuelle oder gemischte Form der Anweisung, die es selbst Laienhelfern ermöglicht, eine korrekte HLW durchzuführen und bei Bedarf einen lebensrettenden Defibrillationsschock abzugeben.

Automatisierter, externer DefibrillatorNach dem Einschalten des AED wird dieser den Ersthelfer auffordern, dem Patienten die Elektroden anzulegen, damit der automatisierte, externe Defibrillator ein EKG ableiten kann, um zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind. Bei den meisten AEDs werden 2 Elektroden angebracht – eine unter der linken Achsel, die andere unter dem rechten Schlüsselbein. Es gibt allerdings auch AEDs, die mit nur einer Defibrillationselektrode arbeiten. Bei der Anlage der Defibrillations-Elektroden bei Kindern unter 8 Jahren muss darauf geachtet werden, dass die Position der Elektroden sich von der bei Jugendlichen oder Erwachsenen unterscheidet. Viele AEDs erkennen automatisch, ob Erwachsenen- oder Kinder-Elektroden eingesteckt werden und regeln die Energie bei der Schockabgabe entsprechend herunter. Nach dem Anlegen der Elektroden zeichnet der AED selbstständig ein EKG auf. Der AED entscheidet aufgrund der EKG-Kurve ob eine Defibrillation notwendig ist oder nicht. Wenn keine Defibrillation notwendig ist, empfiehlt der Defibrillator die Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Viele AEDs unterstützen den Ersthelfer bei der Herzdruckmassage durch ein Metronom oder durch die Kontrolle der Kompressionstiefe und -frequenz. Es gibt auch AED Defibrillatoren, die den Anwender durch kleine Videosequenzen unterstützen, in denen eine korrekte Herzdruckmassage gezeigt wird. Zwischendurch wird vom AED immer wieder die EKG-Kurve geprüft. Falls sich der Befund ändert und eine Defibrillation notwendig ist, fordert der AED den Ersthelfer auf, vom Patienten zurückzutreten, ihn nicht mehr zu berühren und den Defibrillationsschock auszulösen. Auch nach der Abgabe des Defibrillationsschocks wird wieder das EKG kontrolliert, je nach Situation kann entweder ein zweiter Schock empfohlen werden, oder der Ersthelfer wird dazu aufgefordert, mit der HLW fortzufahren.

Durch die einfache Bedienbarkeit und die risikofreie Anwendung des AED erleichtert das Gerät die Erste Hilfe und ermöglicht es auch Laienhelfern, eine lebensrettende Defibrillation durchzuführen. Der automatisierte, externe Defibrillator schützt allerdings auch den Patienten, indem er die Abgabe eines unnötigen Defibrillationsschocks verhindert. Die Funktion „Schockabgabe“ wird nämlich nur dann freigeschaltet, wenn auch wirklich eine Defibrillation notwendig ist.

Selbstverständlich kann die Defibrillation mit einem AED auch von einem professionellem Helfer, wie z.B. einem Rettungssanitäter durchgeführt werden. Viele Krankenwagen sind mit AEDs ausgerüstet, und auch auf vielen Bahnhöfen, Flughäfen und in diversen öffentlichen Gebäuden sind automatisierte, externe Defibrillatoren zu finden.

AED DefibrillatorFür die Aufbewahrung des AED in öffentlichen Gebäuden, an Bahnhöfen, Flüghäfen und auf öffentlichen Plätzen empfiehlt es sich, spezielle Schränke zu verwenden, die beim Öffnen einen Alarmton abgeben. Dadurch werden automatisch umstehende Personen auf die Notfallsituation aufmerksam gemacht und können ebenfalls zur Ersten Hilfe beitragen.

Um eine ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen führen AEDs in der Regel selbstständig tägliche Selbsttests durch und melden visuell und/oder akustisch, wenn eine Fehlfunktion vorliegt. Automatisierte, externe Defibrillatoren verfügen darüber hinaus über spezielle Batterien, die eine Standby-Zeit von meist mehreren Jahren ermöglichen. Dadurch ist die Vorhaltung eines AED besonders wirtschaftlich.

Um Hilfsorganisationen, Krankenhäusern und Arbeitgebern, wie z.B. den Flughafen-Betreibern, die Ausbildung ihres Personals im Umgang mit dem AED zu ermöglichen, gibt es spezielle AED-Trainingsgeräte, mit denen verschiedene Notfall-Szenarien durchgespielt werden können.

AED LifeLine View DefibrillatorBekannte AEDs sind z.B. der AED 10 von Welch Allyn oder der AED LifeLine von Defibtech. Die Weiterentwicklung des AED LifeLine – der AED LifeLine View ist mit einem Display ausgerüstet, auf dem der Anwender in Video-Sequenzen die einzelnen Schritte des Wiederbelebungs- und Defibrillationsvorgangs sehen kann. Dadurch wird die Wiederbelebung zusätzlich erleichtert.

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Nov 16

Mit dem Notfallkoffer die wichtigste Ausrüstung für den Notfall stets griffbereit

Notfall-EinsatzDie Notfallbehandlung von akut erkrankten Patienten wird meist von Rettungsdiensten übernommen. Diese sind normalerweise mit Kranken- oder Rettungswagen unterwegs, in denen sich die für sämtliche Notfalleinsätze benötigte Ausrüstung befindet. Um Patienten allerdings auch außerhalb des Rettungswagens behandeln zu können, verwenden Rettungsdienste Notfallkoffer, Notfalltaschen oder Notfallrucksäcke. Der Notfallkoffer ist ein spezieller Koffer aus Metall oder Kunststoff, in dem die ärztliche Ausrüstung übersichtlich und geschützt untergebracht werden kann. Der Notfallkoffer wird zur Entnahme der benötigten Ausrüstungsgegenstände aufgeklappt. Transparente Deckplatten verhindern beim Öffnen des Notfallkoffers, dass der Inhalt herausfällt.

Der Inhalt des Notfallkoffers richtet sich meist nach dem Einsatzgebiet und den Vorlieben des Anwenders, besonders wenn es um die Marke des Verbrauchsmaterials oder die Ausführung der diagnostischen Geräte geht. Der Notfallkoffer sollte in jedem Fall eine Grundbestückung aufweisen, die die Bereiche Beatmung, Absaugung, Injektion & Infusion, Diagnostik und Wundversorgung abdeckt. Viele Notfallkoffer sind mit einer Sauerstoffflasche ausgestattet, so dass eine Beatmung mit reinem Sauerstoff vorgenommen werden kann.

Genau wie die Kleidung des Rettungsdienstes ist auch der Notfallkoffer meist in einer Signalfarbe gefärbt. Die Notfallkoffer aus Metall sind durch eine Aufschrift, wie z.B. „Notfallkoffer“, „Notfall“ oder ein ärztliches Symbol eindeutig als solche zu erkennen.

NotfallkofferUm eine gute Übersichtlichkeit zu gewährleisten, ist der Notfallkoffer meist mit Trennstegen versehen, die es ermöglichen, die Ausrüstung nach Themen geordnet unterzubringen. Da der Notfallkoffer sehr gut aus- und abgewaschen werden kann und in der Regel auch desinfektionsmittelbeständig ist, entspricht er in vollem Maße den hygienischen Anforderungen.

Im Handel sind Notfallkoffer sowohl leer als auch mit Bestückung erhältlich. Söhngen bietet z.B. Notfallkoffer passend für die Anforderungen verschiedener Fachrichtungen an. Söhngen Notfallkoffer für die Zahnheilkunde sind ebenso erhältlich wie Notfallkoffer für die Pädiatrie oder die Dermatologie. Als Alternative zum Notfallkoffer gibt es auch Notfalltaschen und Notfallrucksäcke. Diese bieten sich besonders an, wenn vom Rettungswagen bis zum Patienten ein weiter Weg zu Fuß zurückgelegt werden muss oder es sich um einen Einsatz in unwegsamem Gelände handelt.

 

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Nov 12

Stretcher für Krankenhaus und Rettungsdienst

Stretcher Vico Bei einem Stretcher handelt es sich um eine fahrbare Krankentrage, die meist von Rettungsdiensten verwendet wird, um immobile oder schwer verletzte Patienten zu transportieren. Der Stretcher wird meist von 2 Personen geschoben bzw. gezogen, dabei befindet sich die eine Person am Kopf-, die andere am Fußende des Stretchers. Um den Patienten vor dem Herunterfallen zu schützen, sind Stretcher meist entweder mit Patientengurten oder Seitengittern ausgestattet. Ein besonders komfortabler Stretcher ist z.B. der Stretcher Vico von Haelvoet. Dieser Stretcher wurde zusammen mit Ärzten, Rettungsdiensten und Krankenschwestern entwickelt und ist dadurch nicht nur auf die Bedürfnisse des Patienten, sondern auch des Personals zugeschnitten. So sorgt z.B. eine 7cm dicke Komfort-Matratze für einen besonders hohen Liegekomfort beim Patienten, während ein intelligentes Bremssystem und ein leichtgängiges Fahrgestell dem Personal die Arbeit erleichtern. Der Stretcher kann nicht nur in der Höhe verstellt werden, auch eine Lagerung des Patienten ist über Hydraulikpedale und Gasdruckfedern ist ohne Kraftaufwand möglich. Die Höhenverstellung ermöglicht auch ein leichteres Umlagern von Patienten, z.B. in ein Krankenbett oder auf einen OP-Tisch. Da der Stretcher von Haelvoet röntgenstrahlendurchlässig ist, muss der Patient für Röntgenuntersuchungen nicht umgelagert werden. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn der Patient unklare Verletzungen hat und eine Umlagerung vom Stretcher auf den Röntgentisch möglicherweise zu einer Verschlimmerung des Zustands des Patienten führen könnte. Da die Rückenlehne des Stretchers im 90° Winkel angestellt werden kann, ist es auch möglich, den Patienten sitzend zu transportieren. Der Stretcher Vico hat eine besonders große Liegefläche und ist mit bis zu 200kg belastbar. Dadurch eignet sich die fahrbare Krankentrage auch zum Transport von besonders großen oder übergewichtigen Patienten. Dank der herunterklappbaren Seitengitter können mit dem Stretcher von Haelvoet auch bewusstlose oder unruhige Patienten gefahrlos transportiert werden. 

Stretcher von HaelvoetJe nachdem welche Verletzungen oder Krankheiten der Patient aufweist, kann er mit dem Stretcher z.B. in eine Schocklagerung, in die Trendelenburg-Lagerung oder in eine Flachlagerung gebracht werden. Der Stretcher ist besonders hygienisch, denn nicht nur die Liegefläche, sondern auch die Abdeckung der Hydraulik können problemlos mit Flächendesinfektionsmitteln behandelt werden. Dafür kann die Abdeckung auch abgenommen werden.

Der Stretcher Vico wird mit allen nötigen Zubehör-Teilen, sowie Seitengittern und Schiebebügeln geliefert, kann aber individuell erweitert werden, z.B. durch einen Infusionsständer oder eine Halterung für Sauerstoffflaschen.

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Nov 09

Nitrilhandschuhe – eine gute Alternative für Latexallergiker

Die Verwendung von Einmalhandschuhen ist in der Medizin eine präventive Maßnahme, die sowohl Anwender als auch Patient vor einer Übertragung von Keimen schützen soll. Einmalhandschuhe sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien ergeben sich verschiedene Trageeigenschaften und Verwendungszwecke. Früher wurden aufgrund der geringen Kosten und der guten Trageeigenschaften meist Latexhandschuhe verwendet. Diese sind sehr reißfest und bieten ein gutes Tastempfinden. Da jedoch viele Menschen unter einer Latexallergie leiden, geht der Trend hin zu latexfreien Produkten. Hier bieten sich z.B. Vinyl- oder Nitrilhandschuhe an. Nitrilhandschuhe eignen sich durch ihre positiven Trageeigenschaften besonders gut als Ersatz für Latexhandschuhe, denn auch sie sind reißfest und ermöglichen ein gutes Tastempfinden. Darüber hinaus sind Nitrilhandschuhe sehr angenehm zu tragen und sitzen auch bei längeren Tragezeiten ausgesprochen gut. Da Nitrilhandschuhe virenundurchlässig sind, können sie auch bei Risiko-Patientengruppen zum Einsatz kommen. Die Virenundurchlässigkeit qualifiziert die Nitrilhandschuhe auch zur Verwendung im Rettungsdienst.

NitrilhandschuheNitrilhandschuhe haben in der Regel, ebenso wie Latexhandschuhe, einen Rollrand, der die Einmalhandschuhe nicht nur stabilisiert, sondern auch ein Zerreißen beim An- und Ausziehen verhindern soll. Weil Nitrilhandschuhe gegen eine Vielzahl von Chemikalien unempfindlich sind, können sie auch in Laboratorien verwendet werden.

Da das Material Nitril sehr glatt ist, müssen Nitrilhandschuhe nicht zwangsläufig gepudert werden – sie lassen sich auch ohne Puderung sehr leicht anziehen. Auf eine Puderung sollte möglichst verzichtet werden, weil sie die Haut austrocknen und auf der Kleidung unschöne Flecken hinterlassen kann.

Nitrilhandschuhe bieten also viele Vorteile und stellen eine gute Alternative für Latexallergiker dar. Mittlerweile sind Nitrilhandschuhe bei vielen Anbietern auf gleichem Preisniveau wie günstige Latexhandschuhe erhältlich.

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