Nov 06
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Sichere Infusion mit dem Infusionsbesteck

Infusion bei einem Patienten Infusionen werden bei vielen Krankheiten als Therapieform eingesetzt. Die Infusion ermöglicht die Gabe von Medikamenten oder von Flüssigkeiten direkt über die Vene. Es stehen verschiedene Infusionslösungen zur Verfügung. Man unterscheidet grundsätzlich Elektrolytlösungen, Kolloidale Lösungen und Glucoselösungen. Die häufigst verwendeten Infusionslösungen sind wohl Kochsalz- und Ringerlösung. Durch die intravenöse Gabe wird nicht nur eine Schonung des Gastrointestinaltracktes, sondern auch ein schnellerer Wirkeintritt erreicht. Außerdem können intravenös verabreichte Medikamente niedriger dosiert werden, wodurch sie weniger Nebenwirkungen verursachen. Neben der venösen Infusion gibt es auch die subcutane und die intraossäre Infusion.

Für die Infusion werden verschiedene Hilfsmittel benötigt. Ein besonders wichtiges Hilfsmittel ist das Infusionsbesteck. Das Infusionsbesteck stellt die Verbindung zwischen Infusionsflasche und dem venösen, intraossären oder subcutanen Zugang dar. Das Infusionsbesteck sorgt für eine kontrollierte Gabe der Infusionsflüssigkeit, moderne Infusionsbestecke verhindern auch wirksam Luftinfusionen.

InfusionsbesteckEin Infusionsbesteck besteht immer aus einem Einstechdorn, einem Infusionsschlauch, einer Rollklemme, einer Tropfkammer und einem Konnektor. Der Einstechdorn sollte möglichst spitz sein, damit das Infusionsbesteck auch in hängende Behältnisse eingestochen werden kann. Der Infusionsschlauch ist grundsätzlich transparent, damit der Flüssigkeitsstand und das Vorhandensein von Luftblasen überprüft werden können. Durch die Rollklemme wird die Geschwindigkeit geregelt, mit der die Infusionsflüssigkeit abgegeben wird. Um eine noch genauere Kontrolle der Tropfgeschwindigkeit zu erreichen, gibt es spezielle Infusionsbestecke, die mit einem Infusionsregler ausgestattet sind. An solchen Reglern kann die Tropfmenge pro Stunde eingestellt werden. Die Tropfkammer gibt es mit oder ohne Belüftung. Bei Tropfkammern mit Belüftung wird die Flüssigkeit aus der Infusionsflasche durch Luft, die durch das Belüftungsloch eindringt, ersetzt. So entsteht kein Unterdruck im Infusionsbehältnis. Bei dem Konnektor des Infusionsbestecks handelt es sich entweder um einen Luer- oder einen Luer-Lock-Ansatz. Besonders bei Infusionen, die länger dauern, empfiehlt sich die Verwendung eines Infusionsbestecks mit Luer-Lock-Ansatz, um eine sichere Verbindung des Infusionsbestecks mit dem Katheter sicherzustellen.

Das Infusionsbesteck ist ein Einmalartikel, der nach dem Gebrauch ordnungsgemäß entsorgt werden muss. Dabei ist besonders wichtig darauf zu achten, dass der Einstechdorn niemanden verletzen kann. Die meisten Infusionsbestecke sind so konzipiert, dass der Einstechdorn zur Entsorgung in die Tropfkammer eingestochen werden kann, um die Gefahr einer so genannten Nadelstichverletzung zu reduzieren.

Einstellung der Tropfmenge an einem Infusionsbesteck mit TropfreglerInfusionsbestecke sind für Druck- und Schwerkraftinfusionen erhältlich. Wichtig ist es, das richtige Infusionsbesteck für die entsprechende Therapie zu verwenden. Für die Verabreichung von Bluttransfusionen darf kein Infusionsbesteck, sondern nur ein so genanntes Transfusionsbesteck verwendet werden.

Besonders bekannt sind die diversen Infusionsbestecke von B.Braun, wie z.B. das Intrafix Air P oder das Intrafix SafeSet Infusionsbesteck.

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