Okt 22
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Sichere Hypertonie-Diagnostik mit dem Langzeitblutdruckmessgerät

Viele Menschen leiden unter Bluthochdruck, der so genannten Hypertonie. Die Behandlung kann mit verschiedenen Mitteln, wie z.B. einer Bewegungssteigerung, einer Ernährungsumstellung, Medikamenten oder einer Stressreduktion erfolgen. Diagnostiziert wird eine Hypertonie mit Hilfe eines Blutdruckmessgerätes. Doch nicht immer ist eine stichprobenartige Messung in der Arztpraxis wirklich aussagekräftig, denn viele Patienten leiden an der so genannten Weißkittelhypertonie und weisen dadurch lediglich hohe Blutdruckwerte auf, wenn sie sich in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus befinden. Um einer so verursachten falschen Diagnose vorzubeugen, ist es üblich, ein so genanntes Blutdrucktagesprofil zu erstellen.

Für diese Art der Diagnostik wird ein Langzeitblutdruckmessgerät benötigt. Bei einem Langzeitblutdruckmessgerät handelt es sich um ein vollautomatisches Oberarm-Blutdruckmessgerät, dessen programmierbarer Rekorder besonders klein und leicht ist, damit er den ganzen Tag vom Patienten problemlos mitgeführt werden kann. Das Langzeitblutdruckmessgerät führt, im Gegensatz zu einem herkömmlichen digitalen Blutdruckmessgerät, die Messungen vollkommen selbstständig nach einem bestimmten Programm aus. Meist wird der Rekorder des Langzeitblutdruckmessgerätes in einer speziellen Tasche verstaut, die der Patient dann um die Brust oder den Bauch trägt. So ist das Langzeitblutdruckmessgerät vor äußeren Einflüssen wie Regen oder Kälte geschützt und kann optimal arbeiten.

LangzeitblutdruckmessgerätZiel der Messung mit einem Langzeitblutdruckmessgerät ist es, über den Tag und die Nacht hinweg möglichst viele Werte aufzuzeichnen und dabei zu erkennen, wie der Blutdruck des Patienten sich in verschiedenen Situationen (während der Arbeit, während des Schlafs, während Ruhe-Phasen) verhält. Daraus kann der Arzt sehen, ob beim Patienten eine Hypertonie vorliegt, und wenn ja, wie sie am besten zu behandeln ist.

Das Langzeitblutdruckmessgerät kann zum programmieren und zum Auslesen der Werte an einen Computer angeschlossen werden. Bei der Programmierung stehen dem Arzt meist verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie oft das Gerät während des Tages und der Nacht den Blutdruck ermitteln soll. Bei manchen Geräten ist es auch möglich, die Intervalle frei zu wählen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten sollte das Langzeitblutdruckmessgerät 18-24 Stunden getragen werden.

Das Langzeitblutdruckmessgerät wird aber nicht nur zur Diagnostik, sondern auch zur Therapiekontrolle von Bluthochdruck verwendet. So kann durch das Auswerten des Tages- und Nachtprofils vom Arzt festgestellt werden, ob die Medikamente richtig dosiert sind.

Aus hygienischen Gründen ist es beim Langzeitblutdruckmessgerät möglich, die Oberarm-Manschetten auszutauschen, so dass bei jedem Patienten eine frische Manschette verwendet werden kann. Bekannte Hersteller von Langzeitblutdruckmessgeräten sind z.B. Boso, Envitec oder Welch Allyn.

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