Feb 11

Schmerzfreie Ohrspiegelung mit dem Otoskop

Ohrenschmerzen sind besonders unangenehme Schmerzen, die aus verschiedenen Gründen auftreten können. Von der Belüftungsstörung bis hin zur Mittelohrentzündung gibt es viele Ursachen, die Ohrenschmerzen auslösen können. Ohrenschmerzen sind stets ein Grund den Arzt aufzusuchen, da dieser das Risiko von Begleitkomplikationen abschätzen kann.

OtoskopDer wichtigste Teil des Ohres – nämlich sein „Innenleben“ lässt sich mit bloßem Auge nicht untersuchen – hier kommt ein wichtiges diagnostisches Instrument ins Spiel: das Otoskop. Das Otoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ermöglicht die Untersuchung des Gehörgangs bis hin zum Trommelfell – undzwar schmerzlos und nicht-invasiv. Ein Otoskop besteht aus einem Handgriff und einem Instrumentenkopf mit integrierter Lichtquelle. Die Lichtquelle leuchtet den Gehörgang aus, während der Arzt durch ein Sichtfenster und eine Lupe den Gehörgang betrachten kann. Mit einem Otoskop können Veränderungen im Gehörgang und am Trommelfell gut diagnostiziert werden. Rötungen oder Verletzungen sind mit dem Otoskop sehr gut erkennbar.

Die Untersuchung von Gehörgang und Trommelfell mit einem Otoskop wird auch als Otoskopie oder Ohrenspiegelung bezeichnet. Um das Otoskop vor Verschmutzung zu schützen und die Untersuchung hygienischer zu gestalten, wird für jede Otoskopie ein neuer Ohrtrichter auf das Otoskop aufgesetzt. Ohrtrichter bestehen aus Kunststoff, sie sind sowohl als wiederverwendbare als auch als Einweg-Artikel erhältlich. Um das Otoskop besser in das Ohr des Patienten einführen zu können, wird die Ohrmuschel ein wenig nach hinten gezogen.

Als Lichtquelle werden bei Otoskopen entweder Halogen- oder LED-Lämpchen verwendet. Der Vorteil von LED-Otoskopen liegt darin, dass die Ausleuchtung des Gehörgangs wesentlich homogener und farbechter ist, auch wenn die LED-Lampe gedimmt wird. Ein LED-Otoskop erzeugt auch bei längerer Nutzung so gut wie keine Abwärme. Dies ist für den Patienten wesentlich angenehmer. Otoskopie

Häufig ist das Otoskop mit einem so genannten Gebläseanschluss ausgestattet. Solche Otoskope können zur Durchführung der pneumatischen Otoskopie verwendet werden. Bei diesem Verfahren wird durch Einleiten von Luft in den Gehörgang geprüft, wie das Trommelfell des Patienten auf Druck reagiert. So kann z.B. festgestellt werden, ob sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell befindet.

OtoskopOtoskope können sowohl im Set mit einem Handgriff als auch als einzelner Instrumentenkopf erstanden werden. Man unterscheidet Otoskope aus Kunststoff und Metall. Neben dem klassischen Otoskop gibt es mittlerweile auch das so genannte Video-Otoskop. Dieses Otoskop kann an einen Computer angeschlossen werden und bietet die Möglichkeit, die Untersuchungsergebnisse der Otoskopie mit dem Patienten zusammen am Bildschirm zu betrachten und zu speichern. So ist eine besonders genaue Verlaufskontrolle möglich.

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