Sep 22
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Schnelle und nicht-invasive Untersuchung des äußeren Gehörgangs mit dem Otoskop

OtoskopDie Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells muss mit Hilfsmitteln durchgeführt werden, da das Ohr mit bloßem Auge nicht einsehbar ist. Für die Untersuchung wird normalerweise ein Ohrenspiegel, ein so genanntes Otoskop verwendet. Ein Otoskop besteht aus einem Handgriff mit Batterie und einem Instrumentenkopf mit integrierter Lichtquelle. Fast immer befindet sich in einem Otoskop auch eine Lupe, so dass die Strukturen des Ohrs besser betrachtet werden können. Die Untersuchung mit einem Otoskop ist für den Patienten normalerweise vollkommen schmerzfrei. Lediglich wenn eine starke Entzündung im Bereich des äußeren Gehörgangs vorliegt kann die Untersuchung für den Patienten mitunter unangenehm sein. Neben dem klassischen Otoskop und dem Operations-Otoskop gibt es mittlerweile auch das Video-Otoskop, das mit einem Computer verbunden werden kann, so dass Arzt und Patient die übertragenen Bilder direkt am Monitor mitverfolgen können.

Das Otoskop wird immer mit speziellen Ohrtrichtern verwendet, die das Otoskop vor dem direkten Kontakt mit dem Ohr des Patienten schützen. Die Ohrtrichter sind sowohl als Einweg- als auch als wiederverwendbare Trichter erhältlich. Je nach Größe des Ohres bzw. des Gehörgangs gibt es die Ohrtrichter in unterschiedlichen Größen.

Das Otoskop wird zur Diagnostik bei Erkrankungen des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells, wie z.B. Trommelfellverletzungen, Mittelohrentzündungen oder Vorhandensein von Fremdkörpern im Gehörgang, eingesetzt. Wenn das Otoskop über einen Gebläse-Anschluss verfügt, ist mit ihm auch die Durchführung der pneumatischen Otoskopie möglich. Dabei wird an das Otoskop ein kleines Gebläse angeschlossen, über das Luft in den äußeren Gehörgang eingebracht wird. Wichtig ist die Verwendung spezieller Ohrtrichter, die den Gehörgang so gut wie möglich abschließen. Anhand der Bewegung des Trommelfells kann der Arzt auf verschiedene Erkrankungen schließen.

Das Otoskop kommt nicht nur in HNO-Praxen, sondern häufig auch in Hausarztpraxen zur Anwendung und wird auch von Hörgeräteakustikern verwendet.

Otoskope gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sie unterscheiden sich nicht nur in der verwendeten Lichtquelle, sondern auch im Material und in der elektrischen Betriebsspannung.

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