Mai 17
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Die wichtigsten Fakten rund um den AED

Der AED, kurz für automatisierter, externer Defibrillator, ist ein medizinisches Gerät, das verwendet wird, um Kammerflimmern oder Kammerflattern mit Hilfe eines gezielten Stromstoßes zu behandeln. Das Besondere an einem AED: er kann nicht nur von medizinischem Fachpersonal, sondern auch von Laien verwendet werden. Der AED ist darauf ausgelegt, von jedem bedient werden zu können. Möglich ist dies durch die Sprachanweisungen, die der AED dem Helfer während des gesamten Defibrillationsvorgangs gibt. Der AED ist im Prinzip eine Mischung aus EKG-Gerät und Defibrillator, der in der Lage ist, selbstständig zu erkennen, ob eine Defibrillation notwendig ist oder nicht. Ähnlich wie bei einem EKG-Gerät wird auch der AED mit Elektroden verbunden, die auf die Brust des Patienten aufgeklebt werden. Durch Abbildungen auf den Elektroden kann der Anwender genau erkennen, wo diese befestigt werden müssen. Um sicherzustellen, dass der AED stets einsatzbereit ist, ist er mit Spezialbatterien versehen, die eine Stand-By-Zeit von mehreren Jahren garantieren. Zusätzlich geben AEDs Alarm, wenn die Batterie leer wird, um die Einsatzbereitschaft des Gerätes aufrecht zu erhalten.

AED LifeLineDer AED kann prinzipiell sowohl für die Defibrillation von Erwachsenen als auch von Kindern verwendet werden. Allerdings müssen unterschiedliche Elektroden verwendet werden, da für Kinder die Intensität des Stromstoßes nicht so hoch sein darf. Häufig ist ein AED dort zu finden, wo viele Menschen zusammekommen, z.B. an Bahnhöfen, Flughäfen oder in öffentlichen Gebäuden. Das Vorhandensein eines AEDs wird durch ein spezielles Schild angezeigt, auf dem ein Kreuz und ein Herz mit einem Blitz zu sehen sind. Die weißen Symbole befinden sich auf einem grünen Untergrund. Aber nicht nur Laienhelfer können mit einem AED reanimieren – auch im professionellen Rettungsdienst, in Feuerwehr- und anderen Einsatzfahrzeugen ist der AED häufig zu finden. Das kompakte Gerät bietet eine Reihe von Vorteilen – sowohl für den Anwender als auch für den Patienten. So schützt der AED den Patienten vor einer unnötigen Abgabe eines Stromstoßes und unterstützt den Anwender in optimalem Maße durch gezielte Sprachanweisungen.

Die Reanimation mit einem AED

Kommt es bei einem Menschen zu einem Kreislaufstillstand, zählt jede Minute. Je länger derjenige nicht behandelt wird, desto geringer ist die Überlebenschance. Deswegen kann das untätige Warten auf die Rettungskräfte das Todesurteil für den Betroffenen sein. Steht an dem Ort, an dem es zu dem Kreislaufstillstand kommt ein AED zur Verfügung, sollte dieser umgehend zur Anwendung kommen.

Um die Elektroden des AED anbringen zu können, muss der Oberkörper des Patienten zunächst entkleidet werden. Die Elektroden (meist handelt es sich um 2 Stück) werden nach den Piktogrammen, die sich auf den Elektroden befinden, angebracht. Der AED wird vor dem Anbringen der Elektroden eingeschaltet. Zunächst wird der AED ein EKG ableiten, um zu prüfen, ob eine sofortige Defibrillation notwendig ist. In dieser Phase darf der Patient nicht berührt werden. Stellt der AED ein Kammerflimmern oder ein Kammerflattern fest, wird er die Anweisung geben, die Defibrillation durch Drücken eines bestimmten Knopfes auszulösen. Ist hingegen keine Defibrillation notwendig, so fordert der AED den Helfer auf, mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Häufig gibt der AED dem Ersthelfer dabei eine Hilfestellung, indem er den Rhythmus der Herzmassage vorgibt. In bestimmten Abständen wird der AED den Helfer immer wieder auffordern, vom Patienten zurückzutreten und zu warten, während der AED erneut ein EKG schreibt. Ist eine Defibrillation notwendig, darf der Patient nicht berührt werden, wenn der Stromstoß ausgelöst wird. Je nachdem ob es sich bei dem Betroffenen um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt, müssen die passenden Elektroden ausgewählt werden.

Um nach einem Defibrillationsvorgang nachvollziehen zu können, wie die Reanimation abgelaufen ist, sind manche AEDs mit einem Mikrofon ausgestattet, dass die Gespräche aufzeichnet, die während der Betriebszeit des AED geführt werden. Neben den herkömmlichen AEDs, die den Anwender durch Sprachanweisungen bei der Durchführung der Defibrillation unterstützen, gibt es auch AEDs mit interaktivem Display, die den Anwender mit Videosequenzen unterstützen. Diese AEDs geben dem Anwender ein Gefühl der Sicherheit, denn sie zeigen ihm in Bildern wie genau er vorzugehen hat. Ein solcher AED ist z.B. der AED LifeLine View von Defibtech.

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