Mai 24

Allergietest - PricktestDie Allergie ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem auf bestimmte Umweltstoffe, die so genannten Allergene, mit einer überschießenden Immunreaktion antwortet. Eine Allergie kann sich auf unterschiedliche Arten äußern und wird dadurch nicht immer gleich als Allergie erkannt. Um nachzuweisen, ob eine Allergie vorliegt bzw. wogegen der Patient allergisch ist, wird ein Allergietest durchgeführt.

Der Allergietest kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Welcher Allergietest durchgeführt wird, richtet sich nach den zu testenden Allergenen. So wird z.B. bei Verdacht auf das Vorliegen von Gräser- oder Hausstauballergien in der Regel ein Prick-Test durchgeführt, während für die Abklärung von Kontaktallergien z.B. ein Epikutantest durchgeführt wird.

Der Prick-Allergietest

Prick LanzettenMit dem Prick-Allergietest können Typ-1 Allergien nachgewiesen werden. Bei der Typ-1 Allergie handelt es sich um den klassischen Allergietyp, bei dem die allergische Reaktion unmittelbar auf den auslösenden Reiz erfolgt. Der Prick-Test darf nur auf sauberer Haut durchgeführt werden, um eine Durchmischung der Testlösung mit anderen Stoffen zu verhindern. Für den Prick-Allergietest werden an der Innenseite des Unterarms Hautareale gekennzeichnet und entsprechend beschriftet. Dann wird je ein Tropfen einer Allergen-Lösung in das dafür vorgesehene Feld auf der Haut aufgetropft. Nachdem alle Lösungen aufgebracht wurden, wird die Haut unter jedem einzelnen Tropfen mit einer speziellen Pricktestlanzette eingeritzt. Dadurch gelangen die Allergen-Lösungen in die Haut und führen gegebenenfalls zu einer allergischen Reaktion. Der Prick Allergietest muss zwischen 15 und 30 Minuten einwirken und wird dann abgelesen. In dieser Zeit bilden sich unter den Allergen-Lösungen, auf die der Patient allergisch reagiert, allergische Reaktionen in Form von Hautrötungen und Pusteln. In der Regel begleitet von einem heftigen Juckreiz. Nach dem Entfernen der Allergen-Lösungen sollte bei einem stark positiven Allergietest deswegen die Haut auch mit einer entsprechenden Salbe behandelt werden, um dem Patienten schnell Linderung zu verschaffen. Das Ablesen des Allergietests erfolgt Feld für Feld – die Heftigkeit der allergischen Reaktion wird genau dokumentiert.

Der Epikutan-Allergietest

Allergietest PflasterMit dem Epikutan-Allergietest können Typ IV Allergien nachgewiesen werden. Bei diesem Allergietyp erfolgt die Immunreaktion mit erheblicher Zeitverzögerung von Stunden bis zu mehreren Tagen. Aus diesem Grund werden die potentiell allergieauslösenden Stoffe über einen längeren Zeitraum auf der Haut belassen. Für den Epikutan-Allergietest werden spezielle Allergietest-Pflaster verwendet. Diese Allergietest-Pflaster haben Testkammern, in die das Allergen eingebracht werden kann. In der Regel wird der Patient zunächst auf standardisierte Testreihen getestet, die 25 Allergene umfassen. Da Allergietest-Pflaster nur 10 Testareale haben, werden für den Epikutan-Allergietest mehrere Pflaster verwendet. Die Allergietest-Pflaster werden entweder auf den Rücken oder auf den Oberarm aufgebracht. Während der Zeit des Allergietests darf der Patient weder baden noch duschen. Der Epikutan-Allergietest verbleibt etwa 2 Tage auf der Haut bevor er entfernt und abgelesen wird. Nach weiteren 2 Tagen wird eine Nachkontrolle durchgeführt. Kommt es in der Zeit zwischen der Entfernung der Allergietest-Pflaster und der erneuten Begutachtung zu Rötungen, Juckreiz oder Quaddelbildung, liegt eine allergische Reaktion vor. Der Epikutan-Allergietest wird unter anderem zum Allergienachweis gegen Duftstoffe, Nickel, Kobalt, diverse Inhaltsstoffe von Salben und Konservierungsstoffe durchgeführt.

 

Nachdem das Ergebnis des Allergietests ausgewertet wurde, wird dem Patienten ein entsprechender Allergiepass ausgestellt. Außerdem bespricht der Arzt mit dem Patienten die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Neben einer symptomatischen Therapie, z.B. in Form von Nasenspray oder Augentropfen, kann auch eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Viele Patienten nehmen auch Antiallergika ein, um die allergischen Reaktionen zu mildern oder ganz auszuschalten.

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