Mai 23

Autoklav oder Dampfsterilisator

AutoklavDie Sterilisation von chirurgischen Instrumenten, Verbandstoffen oder medizinischen Gefäßen erfolgt in den meisten Praxen mit Hilfe eines Dampsterilisators oder Autoklaven. Der Autoklav funktioniert im Gegensatz zu einem Heißluftsterilisator, der nur mit trockener Hitze arbeitet, mit gespanntem, gesättigtem Wasserdampf. Da während des Sterilisiervorgangs im Inneren des Autoklaven ein Druck von 1-3 bar aufgebaut wird, ist es wichtig, dass der Autoklav während des Sterilisierens auf keinen Fall geöffnet wird. Ein Autoklav muss deswegen während des Sterilisiervorgangs immer sicher verschlossen sein! Für den Sterilisationsvorgang mit gesättigtem, gespanntem Wasserdampf wird die Luft aus dem Geräteinnern entfernt. Nur so wird eine erfolgreiche Sterilisation gewährleistet.

Die Sterilisation im Autoklav funktioniert darüber hinaus nur, wenn eine ausreichende Menge Wasser zur Erzeugung von Wasserdampf zur Verfügung steht. Deswegen ist es wichtig, den Autoklav stets nach Herstellerangaben auf einen ausreichenden Wasserstand hin zu überprüfen, bzw. bei Sterilisatoren mit Festwasseranschluss dafür zu sorgen, dass der Wasserhahn aufgedreht ist.

Da der Autoklav mit feuchter Hitze und Druck arbeitet, ist die zur sicheren Sterilisation benötigte Temperatur viel niedriger als im Heißluftsterilisator. Dadurch können auch hitzeempfindliche Artikel, wie z.B. Verbandstoffe und Kunststoffe, im Autoklav sterilisiert werden. Bei einem Autoklav gilt – je höher Temperatur und Betriebsdruck, desto kürzer die Sterilisierzeit. Die Gesamtbetriebszeit bei einem Autoklav beträgt in der Regel 20-45 Minuten.

Sterilisations-Folie Um eine nachträgliche Kontamination der im Autoklav sterilisierten Gegenstände auszuschließen, empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Sterilisations-Folien.

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