Feb 09


FlohkammDer Flohkamm, oft auch Nissenkamm genannt, ist ein äußerst häufig verwendetes Hilfsmittel in der Tierarztpraxis. Generell bei jeder Untersuchung aufgrund Juckreiz oder anderen Hautproblemen, eigentlich aber im besten Fall bei jeder Untersuchung, sollte der Tierarzt das vorgestellte Tier mit dem Flohkamm durchkämmen. Die Zinken des Flohkamms sind sehr eng gestellt. Der Grund für diese Engstellung liegt auf der Hand: obwohl diese Ektoparasiten sehr klein sind, bleiben ausgewachsene Tiere zwischen den Zinken stecken. Auf diese Weise kann mit dem Flohkamm ein einwandfreier Befund gestellt werden. Bleiben Flöhe zwischen den Zinken des Flohkamm hängen, könnte der Befall recht groß sein. Das erste Anzeichen ist meist der Flohkot – bestehend aus unverdauten Blutresten – der am Flohkamm hängenbleibt. 

Hundefloh (Ctencephalides canis) unter dem Mikroskop

Hundefloh (Ctencephalides canis) unter dem Mikroskop

Der Flohkamm dient allerdings nicht nur der Diagnose, sondern auch der Therapie des Flohbefalls. Spot ons und Halsbänder wirken zwar mittlerweile recht zuverlässig (aber leider nicht chemiefrei) gegen den Befall der blutsaugenden Parasiten, benötigen aber eine Anlaufzeit von mehreren Stunden bis Tagen. Bei einer täglichen Eiablage von ca. 50 Eiern pro Floh, zählt je nach Größe des Befalls jede Minute! Mit dem Flohkamm kann das Tier ganz leicht abgekämmt werden und die Flöhe sterben nach dem Eintauchen des Flohkamm in „Spüli-Wasser“ direkt ab, ohne vorher wegzuhüpfen. Der Flohkamm ist die erste Wahl zur Therapie, sowie zur Diagnose eines Flohbefalls. 

Aufgrund der Tatsache, dass Flöhe nicht nur lästig, sondern zudem auch noch Überträger von Bandwürmern und Keimen sein können, sollte ein Flohkamm in jedem Tierhaushalt bereitliegen, um einen Befall schon beim ersten auffälligen Kratzen zu diagnostizieren. 

Leave a Reply

preload preload preload
Blog Top Liste - by TopBlogs.de