Mrz 29

Infektionsprophylaxe mit dem Mundschutz

MundschutzDas Tragen von Schutzbekleidung nimmt bei der Versorgung von Patienten und dem Umgang mit Probenmaterial, wie z.B. Blut- und Urinproben, einen hohen Stellenwert ein. Die medizinische Schutzbekleidung dient vor allem dem Selbstschutz des Trägers, schützt aber gleichzeitig auch den Patienten. Zur klassischen medizinischen Schutzbekleidung gehört neben dem Schutzkittel, Einmalhandschuhen und der Schutzbrille auch der Mundschutz. Der Mundschutz besteht in der Regel aus einem Vliesmaterial oder aus Papier, je nachdem wie hoch die hygienischen Anforderungen sind, d.h. je nachdem in welchem Bereich er eingesetzt wird. Eigentlich müsste der Mundschutz Mund- und Nasenschutz heißen, denn er bedeckt nicht nur den Mund, sondern auch die Nase. Befestigt wird der Mundschutz entweder durch Bindebänder, die hinter dem Kopf zusammengebunden werden oder durch Ohrbänder, die um die Ohren geschlungen werden. Hochwertigere Mundschutze verfügen häufig auch über einen so genannten Nasenbügel, der eine genauere Anpassung des Mundschutzes ermöglicht. Der Nasenbügel besteht in der Regel aus elastischem Metall und befindet sich am oberen Rand des Mundschutzes. Durch leichtes Andrücken kann der Nasenbügel und damit der Mundschutz an die Nase angepasst werden. Je exakter der Mundschutz anliegt, desto weniger Luft kann ungefiltert am Mundschutz vorbeiströmen, desto höher ist die Wirksamkeit des Mundschutzes. Wird der Mundschutz in hygienisch anspruchsvollen Bereichen, wie z.B. im OP oder in Reinräumen angewandt, sollte darauf geachtet werden, dass die Bakterienfilterleistung so hoch wie möglich ist. Dies ist z.B. bei Mundschutzen gegeben, die aus mehrlagigem Vliesmaterial bestehen.

Ärztin mit MundschutzDer Mundschutz hat die Aufgabe, Sekrettröpfchen aus der Ausatemluft zu filtern. Dadurch soll die Infektionsübertragung vom Personal auf den Patienten verhindert oder die Wahrscheinlichkeit einer Infektionsübertragung zumindest vermindert werden. Gleichzeitig filtert der Mundschutz aber auch die Luft, die der Anwender einatmet. Dies ist vor allem in Bereichen, in denen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, wie z.B. auf Quarantänestationen, sehr sinnvoll.

Der Mundschutz ist, wie viele andere Teile der medizinischen Schutzkleidung auch, ein Einmalartikel, der nach dem Tragen vorschriftsgemäß entsorgt wird.

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