Sep 28

Die Grippeimpfung ist eine jährlich durchführbare Schutzimpfung, die den Patienten vor einer Infektion mit den gefährlichen Influenza Viren und somit vor der „Echten Grippe“ schützen soll. Doch wie sinnvoll ist die Grippeimpfung tatsächlich? Welche Nebenwirkungen treten auf und vor allem: Schützt die Grippeimpfung tatsächlich?

 

Wie funktioniert die Grippe-Impfung?

Die Grippeimpfung enthält meist inaktivierten Influenza-Spaltimpfstoff. Dieser Stoff kann keine Grippe verursachen, bewirkt aber, dass das Immunsystem Antikörper gegen den Influenza-Virus bildet. Auf diese Weise kann der Körper bei einer Infektion mit echten Influenza-Viren sofort reagieren und die Grippe bricht im besten Fall erst gar nicht aus.

Bis ein Impfschutz aufgebaut ist, vergehen in der Regel ca. 14 Tage. Da die meisten Grippefälle im Winter auftreten (die ersten Fälle meist im Dezember), sollte die Grippeimpfung zwischen September und November erfolgen.

Die Grippeimpfung hält ca. ein halbes Jahr und sollte jedes Jahr erneuert werden.

 

Kleiner Pieks – große Wirkung

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Grippeimpfung wird für Menschen empfohlen, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder die berufsbedingt häufig mit Grippekranken in Berührung kommen.

Die Impfempfehlung gilt vor allem für Säuglinge, alte Menschen (ab 60 Jahre), Patienten mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere und Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

 

Warum wird jedes Jahr ein neuer Grippeimpfstoff verwendet?

Die Grippeimpfung ist jedes Jahr anders. Das resultiert aus der ständigen Mutation der Virenstämme. Jedes Jahr wird der Grippeimpfstoff deswegen an die häufigst kursierenden Typen angepasst. Die Immunität nach einer Grippeimpfung bezieht sich also nicht auf alle Stämme und Varianten. Nur gegen die in der Grippeimpfung enthaltenen Varianten des Influenza-Virus besteht eine Immunität. Daraus resultiert, dass auch ein grippegeimpfter Mensch an einer Influenza erkranken kann.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei der Verwendung eines Totimpfstoffs kann die Grippeimpfung selbst keine Influenza auslösen. Allerdings treten, wie bei anderen Impfungen auch, immer wieder verschiedene Nebenwirkungen auf. Häufig sind lokale Impfreaktionen, wie z.B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle und Schmerzen. Es können auch Allgemeinbeschwerden, wie z.B. Fieber, Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Diese Beschwerden sind meist bei Patienten zu beobachten, die noch keinerlei Influenza-Antikörper haben. Auch eine allergische Reaktion auf das im Impfstoff enthaltene Hühnereiweiß ist denkbar.

 

Ab 60 Jahren empfohlen: die Grippeimpfung

Was macht die Influenza so gefährlich?

Das gefährliche an einer Influenza sind oft nicht die Influenza-Viren, sondern die Bakterien, die bei der Influenza-Infektion leichtes Spiel haben. Während der Körper mit der Bekämpfung der Influenza-Viren beschäftigt ist, können Bakterien eine so genannte Sekundärinfektion auslösen. Diese Sekundärinfektionen können z.B. zu Gehirnentzündungen oder Herzmuskelentzündungen führen. Aber auch ohne eine Sekundärinfektion kann die Influenza bei immungeschwächten oder vorerkrankten Menschen zum Tod führen.

 

Impfung ja oder nein?

Die Grippeimpfung wird von der STIKO (Ständige Impfkomimission) für alle Patienten ab 60 Jahren sowie für bestimmte Patientengruppen (Schwangere ab dem 2. Trimenon, Risikopatienten, Bewohner von Alters- und Pflegeheimen) empfohlen. Die Effektivität der Grippeimpfung liegt, je nach Personengruppe, zwischen 30% und 90%. Aber auch wenn die Grippeimpfung nicht vor der Infektion an sich schützt, wurde nachgewiesen, dass sie den Verlauf abschwächt und den Patienten vor den häufigsten Komplikationen schützt. Ob eine Grippeimpfung notwendig und sinnvoll ist, sollte im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

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