Sep 15

EinmalspritzenWie bei allen Dingen, so gilt auch beim medizinischen Verbrauchsmaterial: Erst informieren dann kaufen. Das gilt vor allem für Produkte, die sie jeden Tag benötigen, wie z.B. Einmalspritzen.

Bei den Einmalspritzen gibt es ganz entscheidende Unterschiede – diese beziehen sich nicht nur auf den Verwendungszweck, sondern auch auf das Handling und die Kombinierbarkeit mit anderen Produkten.

Einmalspritzen – der Aufbau

Bei den Einmalspritzen kann man zwischen 2- und 3-teiligen Spritzen unterscheiden. 2-teilige Spritzen bestehen aus einem Zylinder und einem Kolben, 3-teilige haben zusätzlich noch einen Gummistopfen am unteren Ende des Kolbens. Durch diesen Gummistopfen sind die Einmalspritzen nicht nur leichtgängiger – kleinere Medikamentenmengen lassen sich auch viel besser injizieren. Deswegen ist es vor allem bei kleinlumigen Einmalspritzen sinnvoll 3-teilige Spritzen zu verwenden.

 

Einmalspritzen – der Ansatz

Um die Einmalspritze mit der gewünschten Kanüle kombinieren zu können, ist es natürlich wichtig, dass die beiden Produkt aufeinanderpassen. Aus diesem Grund sind sowohl Spritzen als auch Kanülen in der Regel mit einem genormten Luer-An- bzw. Aufsatz versehen. Neben dem Luer-Ansatz gibt es auch noch den Luer-Lock-Ansatz. Dieser Ansatz wird nicht aufgesteckt, sondern aufgeschraubt und hält dadurch besonders sicher. Luer-Lock-Ansätze machen vor allem dann Sinn, wenn ein Abrutschen verhindert werden muss – wie bei der intravenösen Injektion.

 

Einmalspritzen mit Kanüle

Einige Hersteller bieten Einmalspritzen auch mit bereits aufgesetzter Kanüle an. Vor allem bei Insulinspritzen ist dieses Verfahren beliebt. Das mag vor allem daran liegen, dass die für die Insulingabe benötigten Kanülen Spezialkanülen sind, die eher selten in der Praxis vorrätig sind. In der Regel ist es allerdings besser Einmalspritzen und Kanülen einzeln zu kaufen, da die Kanüle in Abhängigkeit vom Verwendungszweck (intramuskuläre, intravenöse, subkutane Injektion) ausgewählt wird.

 

Einmalspritzen – die Größe

Natürlich ist es nicht sinnvoll für eine 2ml Injektion eine 20ml Einmalspritze zu verwenden. Deswegen sollten Einmalspritzen immer in einer Auswahl verschiedener Größen vorgehalten werden. Die meisten Praxen bevorraten 2ml, 5ml, 10ml und 20ml Spritzen. Größere Spritzen werden normalerweise nur für Wundspülungen oder ähnliches verwendet und kommen nicht so häufig zum Einsatz.

 

Der Sicherheitsaspekt

Um Nadelstichverletzungen zu vermeiden gibt es bei Fertigspritzen (Einmalspritzen mit aufgesetzter Nadel) ebenso wie bei den normalen Einmalspritzen Systeme, die die Sicherheit des Anwenders optimieren sollen. Bei den Fertigspritzen handelt es sich in der Regel um Schutzschilde oder Clips, die vor die Nadel geschoben werden. Bei den regulären Einmalspritzen sind Sicherheitsspritzen noch nicht sehr verbreitet. Es gibt z.B. ein Sicherheits-System von Dispomed Witt, bestehend aus Einmalspritzen und passenden Sicherheitskanülen, nach deren Verwendung die Kanüle in das Innere der Einmalspritze hineingezogen werden kann. Die Einmalspritzen können auch mit anderen Kanülen verwendet werden – die Sicherheitskanülen funktionieren allerdings nur in Verbindung mit diesen speziellen Sicherheits-Einmalspritzen.

 

Welche Einmalspritzen Sie also benötigen, hängt vor allem davon ab, welche Injektionen Sie durchführen, wie groß die Injektionsmenge ist und mit welchen Kanülen Sie die Injektionen durchführen. Denken Sie beim Kauf der Einmalspritzen immer daran, dass es sich um Sterilprodukte handelt, die ein Verfallsdatum haben. Eine unangemessene Bevorratung kann dazu führen, dass die Einmalspritzen ablaufen und entsorgt werden müssen.

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