Jul 16
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UrintestUrinteststreifen ermöglichen eine schnelle und umfassende Diagnostik ohne besondere Geräte oder Hilfsmittel. Deswegen sind sie nicht nur in urologischen Praxen, sondern auch bei Hausärzten und in Krankenhäusern sehr beliebt.

Eine zeitnahe Diagnostik nimmt eine immer größere Bedeutung ein und es werden immer neue Tests entworfen, um möglichst noch vor Ort in der Arztpraxis ein Ergebnis zu erhalten. Auf diesem Prinzip beruhen auch die Urinteststreifen. Urinteststreifen bestehen aus einem Kunststoff-Streifen, auf dem sich einzelne Testfelder befinden. Je nach Bedarf sind Urinteststreifen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Testfeldern erhältlich. Häufig wird der umfassende Test mit 9 oder 10 Testfeldern verwendet. Um zu verhindern, dass es zwischen benachbarten Testfeldern zu einer Reaktion kommt, sind die einzelnen Testfelder mehrschichtig aufgebaut. Eine Reaktionsschicht ist mit Reagenzien beschichtet, die mit dem Urin reagieren. Eine Absorptionsschicht verhindert, das überschüssiger Urin zu einem der anderen Testfelder weiterlaufen kann. Durch dieses mehrschichtige Prinzip der Testfelder wird eine Verfälschung der Testergebnisse durch eine Vermischung der Reagenzien verhindert.

Der Griffteil ist bei einem Urinteststreifen besonders lang, damit der Anwender beim Eintauchen des Teststreifens in die Urinprobe nicht selbst mit Urin in Berührung kommt. Je mehr Testfelder ein Urinteststreifen hat, desto aussagekräftiger ist das Untersuchungsergebnis. Besonders bei einer orientierenden Untersuchung, wie einem Check-Up, ist deswegen die Verwendung eines Urinteststreifens mit 9 oder 10 Testfeldern absolut sinnvoll.

Die Testdurchführung

Für die Untersuchung mit einem Urinteststreifen wird sauberer, möglichst frischer Urin benötigt. Deswegen ist es am besten, den Patienten vor Ort eine Urinprobe abgeben zu lassen. Dafür sollte ihm ein sauberer, beschrifteter Urinbecher mit Deckel zur Verfügung gestellt werden.

Nach dem Abnehmen des Deckels vom Urinbecher wird der Urinteststreifen für einige Sekunden (siehe Herstellerangaben) in die Urinprobe eingetaucht und dann für 1-2 Minuten (siehe Herstellerangaben) waagerecht auf dem Rand des Urinbechers abgelegt. Die waagerechte Position verhindert das Verlaufen der Urinprobe zwischen den einzelnen Testfeldern. Nach der Entwicklungszeit werden die Testfelder mit der Skala auf dem Teststreifenröhrchen verglichen. Es muss immer darauf geachtet werden, dass das Röhrchen sicher verschlossen ist, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt. Das Eindringen von Feuchtigkeit kann nämlich dazu führen, dass die Teststreifen unbrauchbar werden.

Häufig mit Urinteststreifen bestimmte Urinparameter:

  • Erythrozyten
  • Leukozyten
  • Glucose
  • Microalbumin
  • Bilirubin
  • pH-Wert
  • Nitrit
  • Spezifisches Gewicht
  • Keton
  • Urobilinogen

Beim Verdacht auf folgende Erkrankungen ist die Untersuchung mit Urinteststreifen sinnvoll:

  • Harnwegsinfekt
  • Nierenschädigung
  • Diabetes mellitus (nur im Rahmen eines Check-Ups)
  • Ketoazidose

 

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