Apr 08

 

Wissenswertes über das Otoskop und die Erkrankungen der Ohren von Hund und Katze 

 

Otoskop SetDie Ohren sind bei Hunden und Katzen sehr empfindliche und für Krankheiten oder Parasitenbefall anfällige Körperteile. Die Otoskopie – die Untersuchung der Ohren mit einem Otoskop – gehört deshalb zur routinemäßigen Untersuchung bei Vorstellung des Tieres in der Tierarztpraxis. 

Tierohren können viele Erkrankungen davon tragen, die immer zuerst mit einem Otoskop untersucht werden. Häufig ist gerade bei jungen Katzen oder Hunden der Befall mit Ohrmilben. Ohrmilben sind sehr klein und können hauptsächlich durch ihre Ausscheidungen mit bloßem Auge erkannt werden. Die Ohrmilbe selbst kann nur mit dem Otoskop diagnostiziert werden. Hefepilze im Ohr führen auch zu unterschiedlichen Symptomen, die Tierbesitzer in die Tierarztpraxis treiben. Hefepilze sind zwar nicht mit bloßem Auge erkennbar und müssen per Mikroskopie diagnostiziert werden, der Film im äußeren Gehörgang legt jedoch Vermutungen auf die ein oder andere Krankheit nahe. Gerade im Herbst werden Hunde oft mit starken Schmerzen im Ohr in der Praxis vorgestellt – Grund für diesen plötzlich auftretenden Schmerz sind immerwieder Grannen, die sich beim Spaziergang in den Feldern in den Gehörgang des Hundes schieben und aufgrund ihrer Widerhaken nicht von selbst wieder heraus kommen. Der Tierarzt entfernt diesen Fremdkörper – je nach Schmerzgrad unter Narkose – mit einem Operation- Otoskop und einer Fremdkörperzange. 

Näheres zum Otoskop: 

Otoskopkopf mit Ohrtrichter

Otoskopkopf mit Ohrtrichter

Das Otoskop selbst besteht entweder aus einem Handgriff und einem Instrumentenkopf, oder ist ein einteiliges Gerät. Die Basis des Otoskop besteht aus einer Lichtquelle und einem Sichtfenster mit Vergrößerung. Um das Licht in die richtigen Bahnen zu lenken und den schmalen Gehörgang trotz Fell gut einsehen zu können – und nicht zuletzt aus hygienischen Gründen – wird auf das Otoskop ein abnehmbarer Ohrtrichter aufgesetzt. Dieser Trichter bündelt das Licht des Otoskops auf die anvisierte Stelle und hält die Sicht auf den Gehörgang frei. 

Das Otoskop gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Das Operations- Otoskop (ohne Ohrtrichter) verfügt über eine schwenkbare Lupe, damit Instrumente im Lichtkegel in das Ohr eingeführt werden können. Das Operations- Otoskop wird oft zur Entfernung von Fremdkörpern im Ohr angewendet. Das Otoskop spendet Licht und durch die Lupe kann der Fremdkörper genau lokalisiert werden. Zur Entfernung des Fremdkörpers wird die Lupe umgeschwenkt und die Fremdkörperzange über das Otoskop in den Gehörgang eingeführt. 

Unterschieden werden die Otoskope zudem in ihren Funktionen. Erhältlich sind Otoskope mit Gebläse-Anschluss. Diese Otoskope dienen pneumatischen Tests, die das Trommelfell auf Unversehrtheit prüfen. Die Lichttechnik unterscheidet die Otoskope ebenfalls. Das Otoskop ist erhältlich mit moderner XHL-Xenon-Halogen-Technologie für weißes, besonders helles Licht oder mit einer Fiber-Optik-Beleuchtung. 

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Jan 26

Otoskop mit Handgriff Otoskop und Otoskopie

Das Otoskop ist ein diagnostisches Instrument, das von Ärzten und Hörgeräteakkustikern verwendet wird, um den äußeren Gehörgang und das Trommelfell zu betrachten. Aufgrund der Untersuchung mit dem Otoskop kann der Arzt beurteilen, ob Veränderungen, wie z.B. Rötungen, Wucherungen oder Verletzungen vorliegen. Außerdem kann der HNO mit dem Otoskop nachsehen, ob sich Cerumen im Gehörgang angesammelt hat und ob dieses entfernt werden muss.

Diesen Vorgang der Untersuchung des äußeren Gehörganges und des Trommelfells mit Hilfe eines Otoskops nennt man Ohrenspiegelung, oder auch Otoskopie. Um die Otoskopie besser durchführen zu können zieht der Arzt die Ohrmuschel ein wenig nach hinten, dadurch lässt sich das Otoskop leichter in das Ohr einführen. Das Otoskop verfügt über eine Lichtquelle, so dass der Arzt während der Untersuchung den Gehörgang ausleuchten kann.

Es ist eine Vielzahl verschiedener Otoskope verfügbar. Diese unterscheiden sich z.B. in der eingebauten Lichtquelle, im Verwendungszweck und in der Handhabung. Welch Allyn bietet mittlerweile LED-Otoskope an, die ein besonders helles und gleichmäßiges Licht spenden und sich auch bei längerem Gebrauch nicht aufheizen. Neben dem Diagnostik-Otoskop gibt es das sogenannte Operations-Otoskop, das ein Instrumentieren unter Vergrößerung und Beleuchtung ermöglicht.

Ein Otoskop besteht meist aus einem Otoskop-Kopf und einem Handgriff, der normalerweise mit einem Akku ausgestattet ist, so dass er immer wieder aufgeladen werden kann. Oft ist der Handgriff für verschiedene Instrumentenköpfe geeignet, so dass der Otoskop-Kopf z.B. gegen einen Ophthalmoskop-Kopf getauscht werden kann.

Neben der klassischen Otoskopie kann mit einigen Otoskopen auch die pneumatische Otoskopie durchgeführt werden. Dafür muss das Otoskop allerdings über einen Gebläseanschluss verfügen. Bei der pneumatischen Otoskopie wird das Otoskop dicht schließend in den Gehörgang eingeführt, der verwendete Trichter sollte möglichst genau passen. Dann wird mit Hilfe eines speziellen Ballons Luft durch das Otoskop in den Gehörgang geblasen und wieder abgelassen . Das Trommelfell sollte auf die verschiedenen Druckverhältnisse mit Bewegungen reagieren. Anhand dieser Untersuchung kann der HNO-Arzt auf verschiedene Krankheiten schließen.

Otoskop-KopfDie Untersuchung mit einem Otoskop ist für den Patienten nur dann schmerzhaft, wenn eine Entzündung im Bereich des Ohres besteht.

Bekannte Hersteller von Otoskopen sind z.B. HEINE, Welch Allyn oder Riester, sie bieten Otoskope in verschiedenen Ausfertigungen und verschiedenen Preisklassen an. Bei Praxisdienst finden Sie eine große Otoskop-Auswahl und selbstverständlich auch das passende Zubehör, wie z.B. Ladegeräte, Ohrtrichter und Gebläse für die pneumatische Otoskopie.

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