Mai 16

BlutzuckermessgerätDiabetes mellitus ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einem pathologischen Anstieg der Blutzuckerkonzentration kommt. Die Folgen des Diabetes sind schwerwiegend – Herzinfarkt, Schlaganfall, diabetisches Fußsyndrom und Nierenversagen sind nur einige Beispiele. Umso wichtiger ist es, den Diabetes gut im Griff zu haben. Egal welche Therapie zur Anwendung kommt – die Therapiekontrolle erfolgt mit einem Blutzuckermessgerät.
Ein Blutzuckermessgerät ist ein medizinisch-diagnostisches Gerät, das in der Lage ist, die Glucosekonzentration im Blut mit Hilfe einer sehr kleinen Blutmenge zu bestimmen. Dafür wird in der Regel ein Blutzuckerteststreifen benötigt, der nach der Messung entsorgt wird. Einige Blutzuckermessgeräte funktionieren auch mit Testtrommeln, bei denen ein Wechseln der einzelnen Teststreifen nicht notwendig ist, was nicht nur angenehmer für den Patienten ist, sondern auch die mobile Blutzuckermessung erleichtert. Blutzuckermessgeräte werden immer kleiner und leichter und eignen sich immer besser zur mobilen Blutzuckermessung. Zur Blutzuckermessung wird aber nicht nur ein Blutzuckermessgerät und ein Teststreifen, sondern auch eine so genannte Stechhilfe benötigt. Die Stechhilfe ermöglicht die Entnahme einer kleinen Menge kapillären Blutes aus dem Finger, dem Ohrläppchen oder der Ferse. Um Fehlerquellen bei der Blutzuckermessung auszuschließen, sollte ein bestimmtes Vorgehen eingehalten werden.

1.    Hände gut waschen! Nicht selten stammen hohe Blutzuckerwerte von Nahrungsresten, wie z.B. Marmelade oder Zucker, die sich noch an den Händen befinden.
2.    Alle benötigten Materialien zurechtlegen, d.h. Blutzuckermessgerät, Trommel mit Teststreifen, Stechhilfe, Lanzette und Tupfer/Tempo/Ähnliches sollten ordentlich aufgereiht sein, damit alles griffbereit ist.
3.    Stechhilfe mit frischer Lanzette und Blutzuckermessgerät mit frischem Blutzuckerteststreifen bestücken
4.    Eine geeignete Stelle an der Fingerbeere aussuchen und mit der Stechhilfe punktieren
5.    Den ersten Blutstropfen mit einem Tupfer/Tempo/Ähnlichem auffangen und vorsichtig einen 2. Tropfen aus der Punktionsstelle streichen! Der erste Tropfen ist durch Gewebebruchstücke und Gewebewasser „verunreinigt“, was die Blutzuckermessung verfälschen kann.
6.    Den Blutstropfen auf den Teststreifen geben
7.    Das Messergebnis abwarten und in dieser Zeit die Punktionsstelle gegebenenfalls mit einem Pflaster versorgen, bzw. durch einen Tupfer/ein Tempo vom Blut reinigen.
8.    Das Ergebnis vom Blutzuckermessgerät ablesen und im Blutzuckertagebuch sorgfältig eintragen.

Das Blutzuckermessgerät speichert zwar in der Regel die Messergebnisse, allerdings ist es sinnvoll, die Messergebnisse trotzdem in ein Blutzuckertagebuch einzutragen, da dieses einen besseren Überblick über die erhobenen Werte gibt und dadurch sowohl dem Arzt als auch dem Patienten bei der Auswertung der Messergebnisse hilft. Die meisten Blutzuckermessgeräte sind mit einer weiteren hilfreichen Funktion ausgestattet: der Erinnerung. Diese Funktion erinnert den Patienten daran, den Blutzuckerwert 1 bzw. 2 Stunden nach der Mahlzeit zu bestimmen. Dies ist vor allem bei Patienten wichtig, die den Blutzuckerwert vor und nach der Mahlzeit bestimmen. Das Blutzuckermessgerät fragt dann z.B. nach der Messung, ob eine Erinnerung für die nächste Messung gewünscht ist und wann diese erfolgen soll. Auch die Kennzeichnung der erhobenen Werte durch Symbole ist eine beliebte Funktion. Dabei bietet das Blutzuckermessgerät dem Patienten an, den erhobenen Wert durch Symbole als Wert vor der Mahlzeit, nach der Mahlzeit oder als Sonderwert zu kennzeichnen. Durch Einstellgrenzen kann der Patient sofort sehen, ob seine Werte im Normalbereich liegen oder zu hoch bzw. zu niedrig sind.

Das Blutzuckermessgerät sollte weder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, noch zu kalt gelagert werden. Besonders bei zu kalten Temperaturen kommt es häufig zu Fehlfunktionen des Blutzuckermessgeräts, weil die Batterien nicht mehr richtig funktionieren. Auch die falsche Aufbewahrung der Blutzuckerteststreifen kann zu falschen Messergebnissen führen. Die Teststreifen sollten immer nur in der Originalverpackung aufbewahrt werden – undzwar bei geschlossenem Deckel. Durch das Offenstehenlassen der Dose kann nämlich Feuchtigkeit eindringen und die Teststreifen unbrauchbar machen.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung Ihres Blutzuckermessgeräts immer die Packungsbeilage und wenden Sie sich bei Fragen an den betreuenden Arzt oder Ihren Apotheker.

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